Mein tapferer Versuch

Da hab ich doch ganz tapfer versucht meinen Lesehorizont um das Genre der Frauenliteratur zu erweitern und dann sowas 😦

okay, von vorne 😉 Ich hab bei Vorablesen das Buch „Rückflug zu verschenken“ gewonnen und musste/sollte es dafür dann rezensieren. Frau ist ja aufgeschlossen für Neues und ich hab mich dann auch gefreut ein Buch vor dem Veröffentlichungstermin zu erhalten – das hatte ich noch nie 🙂

Eigentlich hätte ich viel lieber „Tödliches Ritual“ gewonnen, denn die Reihe kenn ich schon und lese sie gerne – naja so muss ich warten bis es das Buch günstig bei Tauschticket gibt.

Die ausführliche Rezension von meinem Ausflug in die Frauenliteratur gibt es direkt nach dem Klick auf „Weiterlesen“, sie würde nämlich länger als gedacht 😉

Zum Einschlafen vielleicht ganz gut

In meiner Teeniezeit habe ich immer dann wenn mir wieder nichts andres in die Hände fiel auch Bücher von Gaby Hauptmann gelesen so z.B. „Suche impotenten Mann fürs Leben“. Damals habe ich beim Lesen des Buches tatsächlich gelacht und so hoffte ich bei „Rückflug zu verschenken“ auf zwar seichte aber lustige Kost. Ich wurde jedoch enttäuscht.
Handlung
Clara erwischt ihren Mann in flagranti mit einer neuen Flamme und zieht daraufhin mit ihrer kleinen Tochter aus dem von ihr selbst eingerichteten Haus. Paul (ihr Mann) ist ein Immobilienmakler mit viel Geld so dass der Absturz für Clara umso heftiger wird, denn sie ist zwar von Beruf Innenarchitektin aber schon lange aus dem Job und nun plötzlich ohne Geld.
Ihre Mutter sponsert ihr dann einen Flug nach Mallorca und dort erkennt sie dann langsam dass sie nun nicht mehr annähernd so nobel leben kann.
Clara trifft dort 4 Frauen die – jede für sich – einen bestimmten Klischee entsprechen (Tigerlady, biedere Alleskönnerin, Frau in Lack & Leder etc).
Sie findet dann mit Hilfe der Frauen und durch viele Zufälle einen Job auf Mallorca, als Innenarchitektin und entdeckt auch zufällig ihre neue große Liebe.
Sogar eine Erpressergeschichte darf nicht fehlen.
Eigentlich eine Story die ganz lustig werden könnte, so mit Rache am Ex und den verrückten Frauen.
Mein Eindruck
Der Klappentext hielt leider nicht das was ich mir von ihm erwartete bzw. erhoffte. Eigentlich lese ich das Genre sowieso nicht, weil es mir zu Klischee beladen ist, da aber ja der impotente Mann wenigstens noch stellenweise lustig war wollte ich auch diesem Buch eine Chance geben.
Immerhin hat es auch nicht sehr lange gedauert das Buch zu lesen, es liest sich flüssig und die Sprache ist sehr einfach gehalten so das ich das Buch nach ca. 3,5 Stunden auch schon wieder durch hatte.
Die Gesichte an sich ist so haarsträubend und mit merkwürdigen Zufällen durchzogen das es irgendwann nur noch ermüdet weil man sich einfach das Absurdeste vorstellen muss und es trifft auch tatsächlich ein.
Die Erpressergeschichte war die einzige Stelle im Buch an der ich ein klitzekleines bisschen Lust hatte weiter zu lesen, der Teil mit dem Russen war dann schon wieder zu vorhersehbar und langweilig.
Die erhoffte Komik bei irgendwelchen Racheaktionen des Frauenclubs blieb leider komplett aus, ich musste nicht ein einziges Mal auch nur ansatzweise lachen.
Selbst bei der kleinen Rache am Schluss stellte sich nur ein müdes Grinsen ein, da mir schon x Seiten vorher klar war was sie nun vor hat.
Merkwürdig und auch unglaubwürdig war auch, dass Clara ihre Meinung bzgl. der Sache mit dem Russen so plötzlich änderte.
Die Figuren blieben allgemein seht blass und passten einfach nur in ihr zugedachtes Klischee, eine wirkliche Bindung konnte ich zu keinem aufbauen und es blieb immer nur ein schaler Nachgeschmack.
Schade, ich hatte mir mehr erhofft und bin nur nun wieder bestätigt das diese „lustigen“ Frauenromane so gar nicht mein Fall sind – vielleicht hab ich einfach einen anderen Humor?! Oder Frau Hauptmann hat die humorigen Teile im Buch vergessen?
Fazit
Eigentlich ist das Buch selbst als Strandlektüre eher verschwendete Zeit, wenn man aber nichts anderes greifbar hat dann lässt es sich zumindest flüssig lesen und ist total anspruchslos.

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Ein Kommentar

Eingeordnet unter Bücher

Eine Antwort zu “Mein tapferer Versuch

  1. ich empfehle bei frauenromanen immer die frau kinsella (bevorzugt Sag’s nicht weiter Liebling). ist ne niveaustufe über Rückflug zu verschenken und co. und ich fands ganz lustig, obwohl ich auch keine chick’s literature leserin bin XD

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