Ein x für ein u vormachen

Letzte Woche hab ich mir ein Hörbuch runtergeladen und stöbere da so rum und entdecke dabei „Teufelslist“ von C. Mork und denke „oh fein, ein neues Buch von ihm, cool Darling Jim war ja so toll“ und wollte schon auf „kaufen“ klicken…
Mehr aus Zufall lese ich dann die Beschreibung und denke „wtf?! das klingt doch wie „Darling Jim“ das ich gerade als HC in den Fingern hatte…“
Aber naja „Teufelslist“ klingt ja total anders als „Darling Jim“ und man würde ja sicher nicht einfach so den Titel ändern für das TB und das Hörbuch …. dachte ich …

Immer noch mit der Hoffnung das es ein neues Buch ist bin ich also zu Amazon um zu recherchieren und siehe da: In den Kommentaren wird erwähnt das es sich dabei um „Darling Jim“ handelt.
Und ganz ehrlich, ich fühle mich verarscht!

Ich habe dann den Piper Verlag via Twitter gefragt wo denn da der Sinn lag und erhielt als Antwort

@Lachgas Es war uns wichtig, das Genre im TB besser erkennbar zu machen, war keine Absicht, Verwirrung zu stiften. Auf jeden Fall spannend

Jetzt mal ehrlich – erkennt man jetzt das Genre besser?! Und mE war der „Darling Jim“ Titel passend und zwar total … der neue hat mE nichts mit der Geschichte zu tun und erweckt Erwartungen die mE nicht gehalten werden.
Und ich weiß ja nicht wie das andere machen, aber um zu entscheiden ob ich ein Buch kaufe lese ich den Klappentext und wenn der passt ist mir der Titel egal.
An „Darling Jim“ bin ich mehrmals im Buchladen vorbei und hatte es auch in der Hand und dachte „hm interessanter, irgendwie geheimnisvoller Titel“ und der Klappentext passte dazu – das ich es dann nicht direkt kaufte lag an meinem Geldmangel.
An einem Buch mit dem Namen „Teufelslist“ und einen für den Titel etwas nichtssagenden Cover würde ich ehrlich gesagt eher vorbeigehen und es erst recht wieder zurücklegen nachdem ich einen nicht meinen Erwartugen entsprechenden (für den Titel) Klappentext lesen würde.
Und warum kann man in die Buchbeschreibung nicht einfach dazu schreiben „vorher unter dem Titel „Darling Jim““ sondern übergeht das einfach komplett – wohl in der Hoffnung das Leute wie ich, die den Autor gut fanden, einfach blindlings zugreifen – gezahlt hat man dann ja schon auch wenn man sich anschließend ziemlich ärgern dürfte, das kann aber dann ja dem Verlag egal sein.

Mich stört sowas allerdings nicht nur beim Piper Verlag, dort war es jetzt allerdings das erste Mal das mir das Ganze in dieser Ausprägung – HC alter Titel, TB und HB den neuen – begegnete.
Aus der Scarpetta-Reihe von P. Cornwell ist man mittlerweile ja schon gewohnt, dass unter komplett anderem Titel die alten Fälle wieder veröffentlicht werden, auch dort nie ein Hinweis darauf sondern man lässt den Leser einfach in die Falle laufen.
Wohl vom Verlag ein müder Versuch noch etwas Gewinn mit Scarpetta zu machen, denn die neueren Fälle erhalten ja durchweg alle sehr schlechte Kritiken während die alten ja damals wirklich gut waren.
Vielleicht wäre es weniger ärgerlich für die Leser wenn man der Autorin einfach mal nahelegen würde wieder weniger verschwurbelt zu schreiben und sich nicht so sehr in unwichtigen/absurden Nebensträngen zu verirren.

Vielen Dank an den Piper Verlag aber dafür das ihr überhaupt via Twitter reagiert habt, auch wenn das diese für mich sehr ärgerliche Praxis leider nicht besser macht.

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Eingeordnet unter Ärger, Bücher

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