Monatsarchiv: November 2010

Da hab ich wohl Glück gehabt

Der Beitrag von Christiane zeigte mir, dass ich damals wohl Glück gehabt hab bei meiner Flugreise über einen französischen Flughafen 😉 und dass die Nichtkontrolle wohl in Frankreich Methode hat.

Ich weiß die Jahreszahl nicht mehr genau, aber entweder Dezember 2005 oder 2006, ich wollte nach Miami fliegen über Charles-de-Gaulle in Paris. Meine erste Flugreise so mit umsteigen und ganz alleine. Damals war ich noch laufend unterwegs und so hatte ich nur Assistenz mit einem Flughafenrolli gebucht, denn die Wege zum Gate würden zu Fuß einfach viel zu lange dauern (und wären echt anstrengend).
Abflug FFM und ich wurde eher rudimentär gecheckt (immerhin mit Handchecker bis zur Wade) vom Sicherheitspersonal, aber es sollte ja auch „nur“ bis CDG gehen.
In Paris musste ich dann das Terminal wechseln, aber bis ich aus dem Terminal raus war dauerte ja schon denn die Assistenz hatte viiiiel Zeit und sah sich nicht genötigt ihre privatgespräche mit Hinz und Kunz einzustellen oder auch nur mal einen Schritt schneller zu gehen. Plötzlich parkte man mich einfach in der Nähe eines Ausgangs und entfernte sich kommentarlos und zügig, ich stand da und wartete auf weiß der Geier was … ich überlegte schon die passenden franz. Flüche in meinem schon übermüdetem Hirn (ich war ja seit nachts um 3 unterwegs und hatte davor gar nicht erst geschlafen und es war immerhin schon etwa 11 Uhr morgens) … dann kam von draußen ein Franzose der mich ebenso wortkarg nach draußen schob, mich fragte ob ich aufstehen könne und mich in einen Kleinbus steigen ließ. Den rollstuhl ließ er stehen. Dann stieg er in den Bus und fuhr gaaaaaaanz langsam ca 2 Minuten zum nächsten Terminal. (laufen/schieben wäre echt schneller gewesen)
Dort musste man (natürlich) auf einen neuen Rollstuhl warten, mittlerweile wurde auch die Zeit knapp, schließlich musste ich ja noch durch den Sicherheitscheck und es ging ja nach Amerika.
Als der Rollstuhl endlich da war zeigten sowohl meine Uhr, als auch der Tonfall der Angestellten, dass es jetzt aber wirklich Zeit wurde denn das Boarden sollte in etwa 15 Minuten beginnen.
Sie ging dann immerhin einen kleinen Schritt schneller – aber der Weg war weit … und dann kamen wir irgendwann endlich an der Sicherheitskontrolle an. Ich wollte gerade ansetzen zu sagen das ich otrhopädisches Schuhwerk trage (in dem Metall drin ist!) da war ich auch schon durch den Metalldetektor durchgeschoben, piepsend natürllich. Interessierte aber keinen man rief mir ein „bon voyage“ hinterher… ich weiß noch das ich dachte „wow, das sind also die ach so genauen Sicherheitschecks wenn man nach Amerika fliegt und das an einem großen und wichtigen Flughafen wie Paris Charles-de-gaulle“.
Ich kam also ohne dass auch nur der Versuch irgendeiner Kontrolle gemacht wurde in ein Flugzeug das nach Miami flog. Von der nicht vorhandenen Freundlichkeit der Franzosen muss man da gar nicht mehr reden …

in Amerika war man dann sehr viel freundlicher und bemühter, auch wenn xmal fragen ob alles okay ist irgendwann nerven kann 😉

Dann ging mein Rückflug am 30.12., ich sollte also logischerweise am 31. in FFM landen und wollte von dort mit dem Zug weiter.
Schon beim Check-In wurde ich darauf hingewiesen, dass ich besser zügig losgehe (obwohl noch einiges an Zeit war) wg. dem Security Check, die Assistenz schob mich also im Affenzahn weg von der Freundin so dass ich mich nur gerade so noch verabschieden konnte. Dann kam ich zur Kontrolle, die waren ja auf dem Hinflug eher lasch und ich dachte das wäre ja auf dem Rückflug sicher nicht viel anders … Pustekuchen … Miami zeigte mir was genaue Kontrollen sind …
Natürlich piepste der Metalldetektor, der Rollstuhl und mein Schuh haben ja Metall, ich sagte auch das mein Schuh Metall hat und nach sehr gründlichem Abtasten (sogar in den winzigen möchtegerntaschen der Jeans wurde gefühlt!9 und dem Auseinanderpulen meines Haargummis(!) musste ich die Schuhe ausziehen. Ich trage normale Schuhe und dann zur Stabilisierung meiner Füße noch einen höheren Schuh aus Leder (der schon so kaputt war das man das Metall in der Sohle sogar sehen konnte). Ich zog nur meinen normalen Schuh und den Strumpf über dem Innenschuh aus. Schuhe und Strümpfe(!) wurden dann weggetragen und nachdem diese sich offenbar als clean rausstellten wurde ich noch gefragt ob ich bereit wäre meinen Innenschuh auszuziehen. Das war ich nicht, denn das dauert bis ich die beide wieder an hab und mittlerweile war die Zeit ganz schön fortgeschritten… Ich habe allerdings vorher gefragt was passiert wenn ich nein sage. Da man dann nur einen andern Test machen wollte verweigerte ich also das Ausziehen. Also kam nur der Wattebausch für den Staubtest zum Einsatz.
Dann hieß es hurtig wieder alles anziehen denn die Assistenz murmelte schon was von „hurry up“ …

Beim Anflug auf Paris war das Flugzeug schon so sehr verspätet, dass nur noch etwa 15 Minuten bis zum Abflug nach FFM waren bevor es überhaupt gelandet war.
Und natürlich war dann keine Assistenz zu sehen … und es dauerte ewig bis das Flugzeug leer war (Behinderte gehen ja als letztes raus).
Die Stewardess erkundigte sich dann nach meinen Weiterflugdaten und bekam einen leicht erschrockenen Gesichtsausdruck – super, danke hilft mir echt dran zu glauben dass der Weiterflug klappt.
Die Assistenz kam dann irgendwann und das Spiel war das Gleiche wie beim Hinflug, recht gemütliche Gangart, Schweigen im Walde, Umsteigen in den Kleinbus… beim Aussteigen dort wurde der Fahrer dann zur dortigen Assistenz etwas lauter und aufgeregter allerdings ließen mich beide dann (mal wieder) stehen und gingen irgendwohin und der Fahrer wurde ruhiger… als der auf dem Weg zu seinem Bus war sprach ich ihn an doch er sagte nur ich solle warten (mein Flieger sollte jeden Moment starten).
Wo die Assistenz hin war hatte ich nicht gesehen, fahren konnte ich selbst kaum in dem Rollstuhl und wo ich hin mussste wusste ich auch nicht – also warten…. nach gefühlten Ewigkeiten kam die Assistenz dann wieder angezockelt (gaaaaaanz laaaangsaaaaam) und ließ sich dann endlich dazu herab mir mitzuteilen, dass mein Flug wg. Schneefalls gecancelt wurde ich aber gaaaaaaaanz bestimmt mit dem nächsten – der gaaaaanz sicher fliegen würde – mit könnte.
Man parkte mich (ohne Rollstuhl) bei so einem Essenkaufding, drückte mir 1 Gutschein für 1 Brötchen und was zu trinken in die Hand und sagte man käme wieder … (ich sah mich schon Silvester am Pariser Flughafen sitzen)
Zu meinem Erstaunen passierte das sogar und der Flieger flog. Auch dieses Mal gab es quasi keine Kontrolle, ich glaube man fühlte immerhin von unterhalb meines BHs bis über dem Hosenbund…

Als ich 2 oder 3 Jahre später erneut in die USA fliegen wollte (diesmal nach San Francisco) war für mich aber klar das es nicht über Frankreich gehen wird, Unfreundlichkeit gepaart mit Unorganisiertheit und Langsamkeit kann ich nicht brauchen bei einer Reise.

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Anfrage zur Barrierefreiheit bei S21 III

Tja, nachdem der Beitrag moderiert werden musste erhielt ich eben die Mail das mein Beitrag nicht online gestellt wird weil die Fragen bereits beantwortet würden in 2 Beiträgen – zu finden hier und hier.

Naja, vielleicht bin ich einfach zu überzeugt das meine Anfrage anders ist, schon weil sie zB viel detaillierter ist – nun denn offenbar ist sie es nicht.
Schade, prinzipiell fand ich diese DirektZu Idee gut, so macht sie aber keinen Sinn irgendwie.

Nun denn, weiß jemand EMail-Adressen der Verantwortlichen? Dann frag ich eben so an… denn Antworten auf meine Fragen erwarte ich mir von den genannten Beiträgen nicht.

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Anfrage zur Barrierefreiheit bei S21 II

noch ein update: der beitrag erscheint jetzt wenn ich auf den Link klicke, vermute mal er ist nach der Freischaltung dann für euch hier zu sehen und abstimmfähig.

Update: Ah in einer der VIER Mails die man nach dem Verfassen und Anmelden erhält steht drin das mein Beitrag zuerst von Moderatoren geprüft werden muss und erst dann freigeschaltet werden kann – nun, man darf gespannt sein a) ob er es wird und b) wann das passiert.

So, endlich ist es geschafft – ich habe die Anfrage endlich zu Ende formuliert und auch die Anregungen via Twitter einfließen lassen. Daraus ergab sich ein sehr langer Text mit sehr vielen Fragen.
Offenbar wird auf diesem Direktzu-Portal immer das beantwortet über das am Meisten abgestimmt wurde, so ganz hab ich das System noch nicht verstanden aber ich habe mich auch noch nicht wirklich eingelesen, also stimmt mal fleißig ab. Auch wenn es bis zum nächsten weiterleitungstermin am 22. wohl nicht mehr schaffbar ist den Beitrag so hoch zu voten vermute ich.

Eigentlich wollte ich jetzt einen Link zum Beitrag setzen, aber ich finde ihn nicht mehr auf der Seite…
Auch der Link der in der „wir haben ihren Beitrag erhalten“ Mail steht führt auf eine „Es wurde kein Beitrag gefunden, stellen Sie sicher dass der Link korrekt ist“ Seite.

Aber ich habe den Text vorher kopiert und notfalls muss ich mich halt dran machen herauszufinden welche Bahnleute da konkret verantwortlich sind und deren Mailfächer damit füllen. Mal sehen … ich will auf jeden Fall Antworten. (auch wenn die wahrscheinlich nur sehr unbefriedigend ausfallen werden, die Fragen müssen gestellt werden)

Hier also mein Text:

Sehr geehrte Damen und Herren,
ich habe einige Fragen zur Barrierefreiheit des S21-Projekts die in den bisherigen Schlichtungen nicht beantwortet wurden.
Es war die Rede von 5 Aufgängen pro Bahnsteig, wieviele dieser Aufgänge sind Aufzüge und wo liegen diese? Wieder nur an den Enden des Gleises? Und gibt es für Rollstuhlfahrer im Falle eines Aufzugdefektes eiine Alternativmöglichkeit um vom Gleis weg bzw. zum Gleis hin zu kommen oder ist der Rollstuhlfahrer dann auf dem Gleis gefangen ohne sich selbstständig(!) wegbewegen zu können? (auch im Falle einer Notsituation muss es ja eine aufzugunabhängige Lösung geben)
Desweiteren wird die Durchgangsbreite bei den Rolltreppen als zu eng bemängelt, ist bei der Planung die Situation eines vollen Bahnsteiges und durchfahrenden Rollstühlen berücksichtigt worden, enge Bahnsteige können da u.U. ziemlich gefährlich sein.
Wurde mal ausprobiert wie schwierig das zukünftige Gefälle für Rollstuhlfahrer ist? Laut Medienberichten entspricht der Höhenunterschied von Bahnsteigende bis -anfang etwa einem zweigeschossigen Wohnhaus, in jedem Wohnhaus müsste dafür ein Aufzug eingebaut sein für Rollstuhlfahrer, hat man das in der Planungsphase mal z.B. von Rollstuhlfahrern wirklich testen lassen ob das Gefälle über diese Länge des Bahnsteiges zu bewältigen ist, auch mit Gepäck am Rollstuhl (Gefahr des Umkippens)? Oder hat man das wieder nur in der Theorie geplant? (auch vor dem Hintergrund das der Bahnsteig eine Neigung zur Bahnsteigmitte hin hat,denn das erschwert das Fahren ja zusätzlich)
Meines Wissens muss bei Rampen alle 6m ein Zwischenpodest eingebaut sein von 1,50m Länge, sind solche Podeste auf dem Bahnsteig eingeplant? (Musterbauordnung §50 http://www.bauordnungen.de/Musterbauordnung.pdf)
Wieviele barrierefreie Toiletten wird es geben und vor allem wo? Sind diese ohne Aufzugnutzung erreichbar?
Ein weiterer sehr wichtiger Punkt sind die geplanten Umsteigezeiten, einen konkreten Plan legte die Bahn bisher leider nicht vor es wurde aber davon gesprochen diese wären ausreichend. Auch für Rollstuhlfahrer? Von H. Leuschel wurde S21 als „ähnlich zum Bahnhof Mainz“ verglichen, dort beträgt laut Mobilitätsservice die MIINDESTumsteigezeit 20(!) Minuten, liegt die verfügbare Zeit darunter lehnt der Mobilitätsservice Hilfe ab. Beim jetzigen Bahnhof beträgt diese nur 15 Minuten.Wird es mir auch zukünftig möglich sein Anschlusszüge zu nehmen oder muss ich erst mal 30 Minuten Aufenthalt unter der Erde einplanen?
Wird es unterlaufbare Treppen bei S21 geben? Das stellt nämliich für Blinde, trotz Blindenleitsystem, eine ziemliche Gefahr dar. Gibt es für Gehörlose digitale Anzeigen mit Laufschrift die zeitgleich zur Ansage sind?
Werden die Tresen des Servicepoints eine niedirigere Stelle haben sodass auch Rollstuhlfahrer ohne Verrenkungen mit dem Personal kommunizieren können?
Wie werden die Servicezeiten des Mobilitätsservices sein? Also zu welchen Uhrzeiten können Rollstuhlfahrer überhaupt noch mit einer Einstiegshilfe rechnen?
Werden im Zuge der Zugneukäufe die wg ETCS notwendig sind endlich Züge mit fahrzeuggebundenen Einstiegshilfen angeschafft die das Personal auch bedienen darf? (das ist heute nicht immer der Fall) Vor allem auch Fernzüge die nicht mehr auf den Hublift angewiesen sind.

Ich weiß, das sind sehr viele Fragen, allerdings sind sie für mich und auch andere Behinderte alle sehr wichtig und relevant.

Freundliche Grüße

Ich kann den Text angeblich noch eine Stunde bearbeiten (wenn ich ihn denn mal finde *G*) also theoretisch könnt ihr noch schnell hier schreien wenn es noch was ganz wichtiges ist.

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Anfrage zur Barrierefreiheit bei S21

Die Bahn beantwortet bei diesem Direkt.zu Portal Anfragen der Bürger zu S21 – hab ich nur zufällig entdeckt will ich aber die ganze Zeit schon nutzen um Fragen zur Barrierefreiheit zu stellen, und mit jeder Schlichtung werden es mehr …

Das ich einen Kopfbahnhof generell barrierefreier finde – schon weil man sich nicht auf Technik verlassen muss beim Gleiswechsel – hab ich schon erwähnt, allerdings gibts bei S21 ja noch mehr Fragen … ich feile noch etwas denn die Wortanzahl ist dort nur begrenzt und momentan fehlen zB. noch Umsteigezeiten, Toiletten, Probleme f. Blinde/Gehörlose und auch die Verfügbarkeit des Mobserv – bisher sieht meine anfrage so aus (ich bin aber daran gerade am Schreiben)

Sehr geehrte Damen und Herren,
ich habe einige Fragen zur Barrierefreiheit des S21-Projekts die in den bisherigen Schlichtungen nicht beantwortet wurden.
Es war die Rede von 5 Aufgängen pro Bahnsteig, wieviele dieser Aufgänge sind Aufzüge und wo liegen diese? Wieder nur an den Enden des Gleises? Und gibt es für Rollstuhlfahrer im Falle eines Aufzugdefektes eiine Alternativmöglichkeit um vom Gleis weg bzw. zum Gleis hin zu kommen oder ist der Rollstuhlfahrer dann auf dem Gleis gefangen ohne sich selbstständig(!) wegbewegen zu können? (auch im Falle einer Notsituation muss es ja eine aufzugunabhängige Lösung geben)
Desweiteren wird die Durchgangsbreite bei den Rolltreppen als zu eng bemängelt, ist bei der Planung die Situation eines vollen Bahnsteiges und durchfahrenden Rollstühlen berücksichtigt worden, enge Bahnsteige können da u.U. ziemlich gefährlich sein.
Wurde mal ausprobiert wie schwierig das zukünftige Gefälle für Rollstuhlfahrer ist? Laut Medienberichten entspricht der Höhenunterschied von Bahnsteigende bis -anfang etwa einem zweigeschossigen Wohnhaus, in jedem Wohnhaus müsste dafür ein Aufzug eingebaut sein für Rollstuhlfahrer, hat man das in der Planungsphase mal z.B. von Rollstuhlfahrern wirklich testen lassen ob das Gefälle über diese Länge des Bahnsteiges zu bewältigen ist, auch mit Gepäck am Rollstuhl (Gefahr des Umkippens)? Oder hat man das wieder nur in der Theorie geplant? (auch vor dem Hintergrund das der Bahnsteig eine Neigung zu den Gleisen hin hat,denn das erschwert das Fahren ja zusätzlich)
Meines Wissens muss bei Rampen alle 6m ein Zwischenpodest eingebaut sein von 1,50m Länge, sind solche Podeste auf dem Bahnsteig eingeplant? (Musterbauordnung §50 http://www.bauordnungen.de/Musterbauordnung.pdf)

Korrektur-/änderungs-/Erweiterungsvorschläge? Ich würde das gern heute abschicken daher her mit den Vorschlägen 😉

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Darwin Award beim Brownie backen

Jo, ich würd mal sagen den Darwin Award hätte ich schon auch verdient, auch wenn ich ja immerhin nicht ums Leben kam – zumindest das Tippen fühlt sich ja noch sehr lebendig an 😉

Ich hatte bei Juchem bzw beim Schlauer backen – Blog ein Paket mit Backmischhungen gewonnen, die durfte ich mir selbst zusammenstellen und da war es ja quasi Pflicht alles schokoladige mal auszuprobieren. 😉 Denn obwohl ich etwa 22 Jahre in dem Ort wohnte in dem Juchem sitzt und sogar in unmittelbarer Nähe mal mein Schulpraktikum machte (ja, damals in Klasse 9 …) und die Schaumküsse von Juchem immer lecker fand, so hatte ich noch nie eine Backmischung in den Fingern gehabt.

Da ich weiß das ich eher zu den DAUs gehöre was kochen und auch backen angeht war ich sehr gespannt auf die DAUtauglichkeit ;).

Der erste Versuch war Sonnenblumenkernbrot, das war etwas verkrüppelt weil ich dachte meine Kastenform sei kleiner als die normalen und dann zu wenig Teig hatte als ich feststellte dass sie normale Größe hat -> typisch für mich 😉
Das Brot war aber lecker.

Der 2. Versuch sollte nun die Browniebackmischung werden, spontan mitten in der Nacht beschlossen denn es sollte nur wenig Aufwand sein. Eier, geschmolzene Butter und Backmischung zusammenrühren, Ofen vorheizen, Backform falten (war nämlich schon eine in der Packung) und 25 min in den Ofen packen.
Klang fast zu simpel um wahr zu sein;)

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Skulduggery Pleasant – Sabotage im Sanktuarium

Juhuu – da war er endlich!! Der vierte Band der Reihe von Derek Landy um den Skelett-Gentleman mit der Feuerhand und seine Freundin Walküre. Der Vorgängerband „Das Groteskerium kehrt zurück“ endete ja soooo fies und am liebsten hätte ich sofort Band 4 in den Fingern gehabt … immer wieder musste ich fast zwanghaft zu Amazon um herauszufinden ob es schon einen Veröffentlichungstermin gibt … und dann gab es ihn endlich, welch große Freude!

Ich kenne die Reihe um Skulduggery schon ne ganze Weile weil eine Bekannte von ihr schwärmte und sie mir sehr nahe legte, sie beschrieb die Bücher als unglaublich witzg und unterhaltsam – ich las mir den Klappentext durch und traute mich nicht ran, weil da von Skeletten und magischen Dingen die Rede war und ich mit fantastischen Büchern eigentlich kaum etwas anfangen kann (Ausnahme: Harry Potter und die Tinten-Reihe von Funke). Also war die Reihe für mich eigentlich erledigt und dann stieß ich bei frueherlesen.de auf eine Verlosung des 3. Band bei der es 10 Rezensionsexemplare vorab gab. Da dachte ich „hmm du kannst es ja mal probieren, du gewinnst eh eigentlich nie was und wenn es dir nicht zusagt freut sich die Bekannte“ – und tadaaa ich gewann sogar … und ich habe wirklich verschlungen und war sofort süchtig.

Auch Band 4 gab es bei frueherlesen und man mag es kaum glauben, aber ich gewann tatsächlich nochmals – ich konnte es zumindest kaum glauben, aber freute mich riesig.
Band 3 hatte ein gemeines Cliffhänger-Ende und so musste ich mich in der Hausarbeitsendphase zwingen nicht sofort mit lesen anzufangen.
Und es war wie nach Hause kommen, auch wenn Skulduggery ja zuerst sehr fehlte. Schade, aber ja auch irgendwie passend fand ich dass Skuldggery nicht wirklich auf dem Cover war.
Der Klappentext sagt folgendes über das Buch:

Seit der großen Schlacht ist Skulduggery in der Welt der Gesichtslosen verschwunden. Nur ein Wunder kann ihn jetzt noch retten – oder Walküre: Sie muss ganz schnell seinen Kopf finden, der ihm einst von drei Kobolden in Irland gestohlen wurde. Während Walküre um die halbe Welt reist, wird der Magier Skarabäus nach 200 Jahren Gefängnis entlassen. Zwar hat er seine Zauberkräfte eingebüßt, doch seine Rachelust ist ungebrochen. Sofort schart er einen Kreis der schlimmsten Übeltäter um sich, unter ihnen auch Remus Crux, der die Seiten gewechselt hat. Sie alle können Skulduggerys Rückkehr kaum erwarten – denn jeder Einzelne von ihnen hat noch eine Rechnung mit ihm offen …

Das Buch las sich wie alle Bände der Reihe flüssig und zügig. Manches Mal war ich jedoch etwas verwirrt von den ganzen Namen – aber das ist ein Problem von mir und meinem Namensgedächtnis – die Geschichte war spannend wie immer und Walküre und Skulduggery waren witzig wie immer. Diese Reihe kann ich wirklich jedem nur empfehlen – ich würde am Liebsten Band 5 direkt hintendran hängen. Das Ende ist mal wieder interessant auch wenn nicht ganz so gemein wie im Band vorher.
Etwas schade fand ich, dass die Eigenarten von Wallküres Spiegelbild nicht so zum Tragen kamen wie ich eigentlich vermutet hätte, aber dafür ging die Geschichte in eine andere spannende Richtung …

Die Info das nur 9 Bände geplant sind (hab ich in der Wikipedia gelesen) macht mich allerdings etwas traurig muss ich gestehen.

Schon das Buch alleine hat mindestens eine extra dicke Empfehlung verdient, getoppt wird es nur noch von den wirklich genial gelesenen Hörbüchern dazu – Rainer Strecker liest das wirklich absolut großartig (eigentlichbin ich bei Hörbüchern immer etwas skeptisch) und ich htte am Liebsten immer das HC und das Hörbuch dazu.
Die Lesung von Rainer Strecker aus dem neuen Band zählt für mich definitiv zu den Highlights der Buchmesse 2010.

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Flavia de Luce – Mord im Gurkenbeet

Dieses Buch von Alan Bradley las ich eher zufällig, es ist eher ein Jugendbuch und fällt so nicht unbedingt direkt in mein Beutschema – das ist ja bekanntermaßen eher blutig – ich habe es aber mal der Nachbarin geschenkt und mir gefiel das Cover so gut ;). Außerdem schwärmte die Nachbarin davon und will sich nun auch den 2. Band davon kaufen.

Der Klappentext sagt

Die junge Flavia de Luce staunt nicht schlecht, als sie im ersten Morgenlicht eine Leiche im Garten entdeckt – ausgerechnet im Gurkenbeet! Jeder hält ihren Vater für den Mörder, denn Colonel de Luce hat sich noch tags zuvor mit dem Verblichenen gestritten. Nur ein einziger Mensch glaubt felsenfest an die Unschuld des Colonels – seine neunmalkluge Tochter Flavia. Schließlich ist der Ermordete vergiftet worden, und – ganz im Gegensatz zu Flavia, die eine begnadete Giftmischerin ist – ihr Vater hat nie Interesse an der Chemie des Todes gezeigt. Also fragt Flavia in vermeintlich kindlicher Unschuld sämtlichen Zeugen Löcher in den Bauch. Hartnäckig folgt sie jeder noch so abwegigen Spur – bis sie einsehen muss, dass ihr Vater tatsächlich ein dunkles Geheimnis hütet. Und so befürchtet Flavia, dass sie vielleicht eine zu gute Detektivin ist …

Gewitzt, ironisch und unwiderstehlich liebenswert – Flavia de Luce ist eine Ermittlerin, wie sie die Welt noch nicht gesehen hat!

Das Buch ist tatsächlich sehr liebenswert geschrieben, Flavia ist als sehr klug und witzig beschrieben und ihre Art und Weise den Fall aufzuklären ist spannend und interessant. Blutig ist das Buch natürlich nicht, dennoch ist die Geschichte spannend und gefiel mir sehr gut. Auch ich werde wohl den zweiten Band lesen und denke das ist eine Reihe die ich definitiv weiterlesen werde obwohl ich wahrscheinlich nicht der Alterszielgruppe entspreche.

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