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John Katzenbach – Der Professor

Dieses Buch von Katzenbach wollte ich von Anfang an unbedingt haben und auf Twitter erzählte mir (gefühlt) jeder dass er es hat (NEID!) – und dann bekam ich es ziemlich zeitnah quasi gleich 2mal :). Einmal von einer Freundin als vorgezogenes Weihnachtsgeschenk und zeitgleich war es aber schon auf dem Weg zu mir da es mir eine Bekannte versprochen hatte wenn ich im Gegenzug eine Rezension schreibe. Das hatte ich versprochen und habe es bis jetzt nicht getan, dafür gibt es verschiedene Gründe – zum einen meine Verplantheit und zu anderen das ich das Buch erst mal auf mich wirken ließ und eigentlich immer noch nicht sicher bin ob ich die richtigen Worte dafür finde, aber Vorsatz für das neue Jahr ist „verprochenes endlich erledigen“.

Ich mag Katzenbach irgendwie – und irgendwie auch nicht. Die Gestaltung von „Die Anstalt“ fand ich toll, diese leuchtende Hand, klasse! Nur deshalb hab ich mir das Buch damals besorgt 😉 – sehr schade, dass der Knaur-Verlag dieses Leuchtelement nicht bei den nachfolgenden Covern beibehalten hat, hätte ich ziemlich gut gefunden – und irgendwie einmalig.
Ansonsten war ich bei dem Buch zwiegespalten, wie auch bei fast allen nachfolgenden Katzenbachbänden, die Story war gut und eigentlich auch spannend, aber zu oft zu langatmig und irgendwie zäh, so dass ich trotz der Spannung immer mal wieder überlegte das Buch abzubrechen.

Das waren also meine Katzenbacherfahrungen und so war ich trotz dem vielversprechenden Klappentext auch etwas skeptisch.

Der pensionierte Psychologieprofessor Adrian Thomas bekommt von seinem Arzt eine niederschmetternde Diagnose: Demenz. Damit haben sich seine schlimmsten Befürchtungen bestätigt. Vor seinem inneren Auge erscheint die Schreckensvision seines unaufhaltsamen, unheilbaren Abgleitens in die Dunkelheit. Verstört blickt der alte Mann auf die Straße hinaus und sieht in der anbrechenden Dämmerung ein vielleicht sechzehnjähriges Mädchen vorübereilen. Gleichzeitig rollt ein Lieferwagen heran, bremst ab und beschleunigt wieder: Das Mädchen ist verschwunden. Der alte Professor ist verwirrt. Hat er gerade eine Entführung beobachtet? Wenn es tatsächlich ein Verbrechen war, muss er handeln. Die Frage ist nur, wie. Kann er noch klar genug denken, um das Mädchen zu finden?

Das ist also die Inhaltsangabe die mich so neugierig machte – aber ob sie halten kann was versprochen wurde?
Um das mal gleich vorweg zu nehmen, ja sie konnte es.

Der Professor der am Tag an dem er erfährt das er eine unheilbare und seltene Erkrankung hat und nicht mehr lange zu leben hat (und auf dem Weg zum Tod von seinem Gehirn im Stich gelassen werden wird) eine Entführung eines Mädchens beobachtet stellt seine Selbstmordpläne hinten an und obwohl er an der Zuverlässigkeit seines Gehirns zweifelt beginnt er eigene Nachforschungen anzustellen.
Die Eltern des Mädchens denken ihre Tochter wäre weggelaufen, denn das hatte sie ursprünglich auch vor und auch die Polizistin ermittelt erst eher halbherzig und weiß nicht in wie weit sie dem schrulligen und so manches Mal merkwürdigen Professor trauen kann.
Dennoch arbeitet sie mit ihm zusammen, auch wenn der Professor sehr viele Alleingänge unternimmt.

Die Teile aus Entführersicht beschreiben natürlich auch mal Brutales, allerdings habe ich die meiste Zeit eher den Eindruck gehabt dass mehr darauf abgezielt wird den Kopf des Lesers anzuregen. Besonders in Erinnerung ist mir jedoch keine Brutalität geblieben, was natürlich auch an einer gewissen Abgestumpftheit liegen kann – allerdings empfinde ich z.B. die Brutalität aus „Erbarmen“ von Jussi Adler-Olsen immer noch als sehr viel schlimmer. Auch da spielte sich in meinem Kopf einiges ab, obwohl nicht immer alles sehr detailliert beschrieben wurde, die Andeutungen reichten schon.
Ich fühlte mich also im „Professor“ nicht von Brutalität überrollt, so manches Mal war ich sogar überrascht das nicht detaillierter beschrieben wurde.

Das Cover passt gut zur Gesichichte und gefällt mir ziemlich gut.

Die Figuren waren recht gut beschrieben, vor allem in den Professor konnte ich mich oftmals hineinversetzen und ob seines ständigen Verfalls auch Mitgefühl für ihn empfinden.

Das für mich Besondere an diesem Buch war, dass Katzenbach es dieses Mal tatsächlich geschafft hat ein durchgängig spannendes Buch zu schreiben. Ich habe mich zwischendurch nie gelangweilt oder mit dem Gedanken gespielt mit dem Lesen aufzuhören, ein Gefühl das ich wohl bei sonst noch keinem der gelesenen Bücher von Katzenbach hatte.

Daher ist dieses Buch, das im Knaur-Verlag erschienen ist, für mich wohl der beste Band von Katzenbach. (zumindest von denen die ich bisher gelesen habe – „Das Rätsel“ fehlt mir z.B. noch) und ist auf meiner Liste der Überraschungen des Jahres relativ weit oben.

Danke für das Buch, denn ich hätte dieses Mal tatsächlich was verpasst wenn ich es nicht gelesen hätte.

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Arkadien erwacht – Kai Meyer

Da wandelte ich wieder etwas abseits meiner üblichen Lesepfade, kein Thriller und der Blutanteil hält sich auch in Grenzen – das Cover wirkt schon fantastisch und Kai Meyer war mir eher als Schreiber von Büchern die nicht in der Jetztzeit spielen bekannt. Auch der Text auf der Rückseite war nicht so richtig erhellend

Schon bei ihrer Ankunft auf Sizilien fühlt sich Rosa, als wäre sie in einen alten Film geraten – der Chauffeur, der ihre zufällige Reisebekanntschaft Alessandro am Flughafen erwartet; der heruntergekommene Palazzo ihrer Tante; und dann die Gerüchte um zwei Mafiaclans, die seit Generationen erbittert gegeneinander kämpfen: die Alcantaras und die Carnevares, Rosas und Alessandros Familien. Trotzdem trifft sich Rosa weiterhin mit Alessandro. Seine kühle Anmut, seine animalische Eleganz faszinieren und verunsichern sie gleichermaßen. Doch in Alessandro ruht ein unheimliches Erbe, das nicht menschlich ist …

Da eine Freundin sich das Buch aber kaufte und gerade mit etwas anderem beschäftigt war nahm ich es also doch in die Finger, wohl weil ich wissen wollte was mir diese merkwürdige Inhaltsangabe sagen soll.
Ich rechnete mit etwas was im Mittelalter oder zumindest in einer früheren Zeit spielt und war ziemlich überrascht als ich auf den den ersten Seiten schon etwas von einem IPod las – nur deshalb las ich dann wohl auch weiter.

Das Buch spielt komplett in der jetzigen Zeit und handelt von 2 italienischen Mafiafamilien um die es ein Geheimnis gibt – das im Klappentext beschriebene „unheimliche, nicht menschliche Erbe“.
Das wird wohl eine Trilogie wenn ich das richtig gelesen habe und zumindest Teil 1 davon gefiel mir, Arkadien erwacht ist spannend, hat mich unterhalten und war überraschend. Die Personen sind mir sympathisch, die Handlungen nachvollziehbar und die Sprache war auch klar und flüssig zu lesen.
Ich bin neugierig wie es weiter geht, auch wenn ich fürchte dass Band 2 für mich dann doch „zu“ fantastisch werden könnte. Band 1 hatte da noch die für mich optimale Mischung zwischen Fantasie und Realtität.

Die Buchhändlerin sagte wohl, dass die Reihe mit „Die Tribute von Panem“ vergleichbar wäre, das ist es vielleicht etwas vom Überraschungsfaktor her aber meiner Meinung nach noch nicht von der Tiefe der Geschichte – aber das kann in Band 2 ja noch kommen.

Ein durchaus überraschend gutes Buch das anders war als zuerst erwartet und mich dann doch fesselte. Mal sehen ob Teil 2 mithalten kann oder ob ich dort dann aufhöre weil ich nicht so der Typ für Fantasybücher bin.

Das Buch ist im Carlsen-Verlag erschienen.

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Teufelsleib – Andreas Franz

Ich bin schon vor vielen Jahren eher zufällig auf Andreas Franz gestoßen, damals gab es nur die Reihe um Julia Durant. Als ich mit den Bänden up to date war gab es irgendwann die neue Reihe um Peter Brandt.
Die fesselte mich zwar nie so sehr wie die um Durant aber lesen musste ich sie dennoch immer sofort :D.

Teufelsleib sollte eigentlich schon im Oktober rauskommen und ich war voller Vorfreude im Buchladen um meinen Gutschein in ein Buch umzusetzen, da hieß es „kommt erst in 3 Wochen“ :(. Das war besonders doof weil Andreas Franz aus eben diesem Buch auf der Buchmesse lesen sollte und ich mir gerne ein Autogramm darauf mitgenommen hätte und es im Zug dann lesen könnte.
Naja, das hat leider nicht geklappt – auch Andreas Franz hatte zum Vorlesen nur seine Druckfahne weil noch kein gebundenes Exemplar existierte.

Nachdem ich den letzten Band „Mörderische Tage“ – aus der Durant-Reihe – einen der besten von Franz fand hatte es „Teufelsleib“ aber natürlich ziemlich schwer.

Inhalt:

Kommissar Peter Brandt ist gerade aus einem Kurzurlaub mit seiner Freundin, der Staatsanwältin Elvira Klein, zurück, als er mit einem besonders seltsamen Mordfall konfrontiert wird. Am Mainufer in Offenbach wird eine Hausfrau tot aufgefunden. Das Merkwürdige daran: In ihrer Hand hält sie einen Olivenzweig, und in ihrem Mund findet man eine Olive und eine Taubenfeder. Sehr schnell stößt der Kommissar auf das Geheimnis der Toten: Sie ging offenbar einem äußerst lukrativen Nebenerwerb nach, genau wie zwei weitere Frauen, die in den letzten zwölf Monaten ermordet wurden. Peter Brandt betritt eine Welt aus religiösem Fanatismus, Gewalt und Rache.

Wie immer empfand ich auch dieses Buch irgendwie langweiliger als die der Durant-Reihe. Ich weiß nicht warum aber Frau Durant ist für mich irgendwie „echter“ im Gegensatz zu dem langweilig wirkenden Brandt.
Der Fall war nicht schlecht auch wenn für mich das Ende etwas plötzlich kam während sich die Geschichte im Vorfeld sehr zog. Es wurden einige Themengebiete angerissen aus denen man sicher auch eigene Stories hätte machen können. Auf mich wirkte der Themenmischmasch von Huren, Kirche, Misshandlung, Alkoholismus, Arbeitslosigkeit, Erkrankung der Partnerin oft etwas zu viel, da hätte ich mir ab und an etwas weniger gewünscht.
Auch die Beziehung zwischen der Staatsanwältin Elvira Klein und Peter Brandt wurde mir zu oft zu detailliert beschrieben, ebenso wie die Probleme mit der Exfreundin und Gerichtsmedizinierin. Die Probleme der beiden braucht man mir nur 1mal beschreiben und nicht bei jedem Aufeinandertreffen der beiden erneut auswalzen. Auch die Vollkommenheit der Beziehung zwischen Brandt und Klein muss für meinen Geschmack nicht alle 10 Seiten (gefühlt) erneut detailliert beschrieben werden – schließlich will ich keinen Liebesroman lesen.
Dafür wurden Brandts Töchter wohl eher zu Randfiguren die zwar erwähnt werden aber genauso gut auch einfach hätten unerwähnt bleiben könnten – schade irgendwie, zumal die in der Pubertät ja eher mehr als weniger Probleme machen dürften.
Auch die einst so bissige und unnahbare Staatsanwältin wird plötzlich zu einem zahmen, eher zahnlosen, Lamm das nur noch reagiert statt zu agieren und sich im Schatten von Brandt durch das Buch schleppt – auch schade darum, ich mochte die andere Elvira lieber.
Vielleicht ändert sich das ja wieder wenn Brandt einen echten Partner bekommt, so dass dieses eher unrealistische Spielchen Brandt rennt entweder alleine durch die Gegend oder mit Frau Staatsanwalt im Schlepptau vielleicht endlich beendet ist.

Die Menschen die dann für den Täter eine Rolle spielen blieben über das gesamte Buch zu blass und wurden mir zu oberflächlich behandelt, auch am Ende so dass ich ihnen gegenüber überhaupt keine Gefühle entwickeln konnte, auch da bleibt mir nur zu sagen schade, denn der Fall hätte echtes Potential gehabt.

Zum Glück erwarte ich von der Brandt-Reihe weniger als von der Durant-Reihe und so hielt sich meine Enttäuschung in Grenzen, das war aber auf jeden Fall nicht der beste Franz auch wenn er durchaus lesbar ist und auch irgendwie spannend war. Ich bleibe dennoch etwas unzufrieden zurück.

Vielen Dank aber für das Ausleihen!

Das Buch ist im Knaur-Verlag erschienen, die Covergestaltung ist an die anderen aus der Brandt und auch Durant-Reihe angelehnt (die mir gut gefällt) und ich warte nun schon auf den neuen Franz, der hoffentlich wieder ein Durant-Band wird, wahrscheinlicher ist aber wohl ein Hardcover der Kieler Truppe vermute ich mal.

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Die Buße – Meg Gardiner

Ich habe Meg Gardiner damals auf Empfehlung einer sehr lieben Bekannten entdeckt die einen mir äußerst ähnlichen Lesegeschmack hatte (blutig darf’s sein, spannend und/oder irgendwie interessant) und zuerst die Evan Delaney-Reihe gelesen die ja leider vom Verlag sehr durcheinander publiziert wurde. Die waren mir manchmal zu militärlästig aber immer so spannend dass ich sie lesen wollte (und nicht ZU viel Militär/Politik).

Als dann Hardcover von Meg Gardiner erschienen war klar, das muss ich lesen, als ich dann noch sah, dass vorne im Buch ein Stadtpan von San Francisco abgedruckt war war es total um mich geschehen, schließlich war ich erst kurz vorher in San Francisco und hatte mich doch total in die Stadt verliebt.
Als ich damals den ersten Band der Dr. Jo Beckett/Amy Tang – Reihe in den Fingern hielt musste ich erst mal mindestens 5 Minuten lang den Stadtplan anschauen und in Gedanken durch die Stadt reisen und murmelte minutenlang „oooh Frisco … kuck mal, da war unser Hotel, da ist Fisherman’s Wharf und da hab ich meinen Geldbeutel verloren“ vor mich hin und ging anwesenden Personen damit glaube ich minimal auf den Wecker ;).
Kurzum ich war schon positiv vorbelastet bevor ich nur eine Seite des Buches gelesen hatte 😉

Band 1 war dann ein bisschen … lala, aber es war Band 1 der Reihe und hey San Francisco und wirklich schlecht war es auch nicht nur anfangs gefühlt etwas zäh, aber nicht unspannend. Band 2 „Die Beichte“ gefiel mir dann schon besser, man musste die Personen ja auch nicht mehr einführen 😉

Band 3 heißt nun „Die Buße“ und der Heyne-Verlag hat mal wieder das getan was Verlage in letzter Zeit scheinbar gerne tun – das Design geändert … hmmmmmpf! Warum müsst ihr das denn machen?!? Könnt ihr euch nicht vorher ein Design überlegen und wenn ihr das schon einheitlich gestaltet bei den ersten Bänden wenigstens bei den andern beibehalten?? Bisher gab ich die Bücher nach dem Lesen immer weiter, jetzt hatte ich mir gerade überlegt die andern beiden wieder zu besorgen und die Reihe ins Regal zu packen, mit dem geänderten Design werde ich dass sicher nicht tun lieber Verlag.

Nun aber endlich zum Buchinhalt:
Text auf der Buchrückseite:

Es sollte ihr großes Comeback werden. Tausende von Fans feiern Tasia McFarland, als sie, von einer Kugel tödlich getroffen, auf der Bühne zusammenbricht. Ein Unfall? Mord? Selbstmord? Ein psychologisches Gutachten soll Licht ins Dunkel bringen. Jo Beckett nimmt die Ermittlungen auf. Fieberhaft rekonstruiert sie die letzten Stunden der Toten und stößt bald auf die entscheidende Spur: ein Songtext, in dem Tasia McFarland ihren Tod vorwegzunehmen scheint.

Tasia MacFarland ist die Ex-Ehefrau des amerikanischen Präsidenten und hat eine psychische Erkrankung so dass die Vermutung des Selbstmordes nicht so abwegig erscheint. Jo Beckett ist zufällig bei dem Konzert und bei dem Unglück sozusagen live dabei.
Im Laufe der Ermittlungen, natürlich wieder an der Seite von Amy Tang, stoßen sie auf einige Hindernisse und müssen sich durch Verschwörungstheorien arbeiten. Und die Fäden führen immer wieder zum Präsidenten … hat er damit etwas zu tun oder ist die Vermutung nur eine Art Überreaktion? Und weshalb passieren im Umfeld der Ermittelnden allerlei merkwürdige Dinge die von „oben“ kommen und offensichtlich die Ermittlungen vorzeitig beenden sollen?

Meine Meinung zum Buch:
Da ist er wieder, der San Francisco-Stadtplan 😀 und ziemlich am Anfang des Buches gibt es eine Szene wo Beckett mit der Schwester von Tasia ein Stück durch San Francisco läuft, ich konnte in Gedanken mitlaufen und entwickelte sofort unsägliches Fernweh … hörte sogar die F-Line (Straßenbahnlinie die mit historischen Wagen befahren wird) in meinem Kopf klingeln.
Das Buch beginnt recht spannend, das Unglück passiert relativ zügig, allerdings kann ich wenig mit Verschwörungstheorien anfangen und die treten schon sehr früh mal in den Vordergrund … wäre es nicht Meg Gardiner hätte ich das Buch vielleicht sogar abgebrochden, einfach weil ich mit sowas so gar nix anfangen kann, das wäre aber rückblickend betrachtet wirklich schade gewesen.
Für meinen Geschmack war es zwar ein bisschen viel Verschwörungskram aber die Geschichte und der Fall um den Tod von Tasia MacFarland war dennoch spannend und man sollte sich da von den beschriebenen Verschwörungstexten nicht abschrecken lassen. Von mir aus hätten die allerdings gerne etwas kürzer ausfallen dürfen ;).

Schön fand ich, dass Ferd eine relativ große Rolle spielte, ich mag diesen kauzigen Typen irgendwie. Die Beziehung von Jo und Gabe entwickelt sich allerdings meines Erachtens irgendwie plätschernd was sich gegen Ende ein bisschen ändert.

Die Auflösung gefiel mir ganz gut muss ich sagen, auch auf die Gründe wurde erstaunlich genau eingegangen.
Endgültig mit dem Verschwörungszeug versöhnend wirkte dann auf mich eiin Satz in dem stand, dass Jos Schwester ihr Ghiraradelli-Schokolade mitbringt ;).
Das geht sicher nicht jedem so *fg* aber ich habe in San Francisco Ghirardelli-Schokolade probiert, genauer gesagt einen Milchshake aus der Schokolade und es war das absolut schokoladigste was ich je in meinem Leben getrunken habe (dort wurde eine ganze Tafel in eine „small“ Variante reingebröckelt!) – sehr lecker und ich empfand sofort die selbe Glückseligkeit wie beim Trinken – und zack waren mir auch Verschwörungssachen egal 😉

Ich kann das Buch aber auch für Menschen die keine San Francisco Liebhaber sind empfehlen 🙂
Müsste ich Noten vergeben bekäme das Buch eine solide 2.
Allerdings ist mir die Übersetzung des Titels völlig unklar, das Original lautet „The Liar’s Lullaby“ was auch der Titel eines für die Geschichte äußerst relevanten Liedes ist das von Tasia geschrieben wurde. Auch der Sinn der Schere auf dem Cover erschließt sich mir ebenso wenig wie was „Die Buße“ eigentlich mit dem Buch zu tun hat – ich hätte nach dem Titel jedenfalls eine andere Geschichte erwartet. Am Ende kann man sich da schon einen Zusammenhang zusammenreimen, glücklich oder gar gut finde ich die Titelauswahl aber nicht.

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Puppenspiele – Marina Heib

Ich mag diese Reihe um den eher eigenwilligen Christian Beyer sehr und bin da damals nur eher zufällig drauf gestoßen.
Die Bücher sind immer relativ dünn und lassen sich also einfach mal eben so zwischendurch weglesen, praktisch.
Meinem Saarländerherz gefällt natürlich auch, dass die Autorin Saarländerin ist ;).
Klappentext:

Eine rote Narbe über dem Herzen und ein Spiegel in der Hand. Welche Botschaft steckt hinter der Inszenierung, die der Serienkiller mit seinen jungen Opfern veranstaltet? Christian Beyer und sein Team decken bei ihren Ermittlungen ein skrupelloses Spiel um Geld, Macht und Fortschritt auf, das jetzt seinen tödlichen Tribut fordert.

Ohne zu viel verraten zu wollen fand ich es auch interessant, dass die Autoin das Thema Genmanipulation aufgreift und man aber keinen Medizinthriller liest.
Die Schreibweise ist wie immer gewohnt flüssig wie man es schon von den restlichen 3 Bänden der Reihe gewohnt ist.
Schade fand ich, dass das Team dieses Mal nicht komplett ermittelt. Die Handlungen von Beyer im Bezug auf sein Privatleben empfand ich als nicht wirklich nachvollziehbar aber darum geht es dabei ja auch nicht hauptsächlich. Die Einbeziehung der Opfermutter fand ich in enem solchen Maße auch zu groß und ist wohl ziemlich realtitätsfern.
Der Schluss gefiel mir ganz gut, auch wenn ich kurz fürchtete man würde mir damit vielleicht das Buch versauen, dem war dann aber zum Glück doch nicht so.

Das Buch war jetzt kein Thriller der mich schlaflos zurückließ, dennoch war er spannend und unterhielt mich. Für den nächsten Band erhoffe ich mir wieder das komplette Team und auch das Anna und ihre Arbeit wieder etwas mehr in den Vordergrund rückt.

Ein kurzer Nachtrag weil es mir gerade einfiel: Ich glaube ich weiß jetzt warum mir die Reihe so gefällt, sie erinnert mich an die Fernsehserie „Die Cleveren“ die mal auf Sat1 lief bei der ein Psychologe und eine Polizistin zusammenarbeiteten und Fälle in ganz Deutschland bearbeiteten. Bei der Serie wurde allerdings mehr Wert auf das psychologische gelegt finde ich, es fühlte sich informativer an irgendwie.

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Skulduggery Pleasant – Sabotage im Sanktuarium

Juhuu – da war er endlich!! Der vierte Band der Reihe von Derek Landy um den Skelett-Gentleman mit der Feuerhand und seine Freundin Walküre. Der Vorgängerband „Das Groteskerium kehrt zurück“ endete ja soooo fies und am liebsten hätte ich sofort Band 4 in den Fingern gehabt … immer wieder musste ich fast zwanghaft zu Amazon um herauszufinden ob es schon einen Veröffentlichungstermin gibt … und dann gab es ihn endlich, welch große Freude!

Ich kenne die Reihe um Skulduggery schon ne ganze Weile weil eine Bekannte von ihr schwärmte und sie mir sehr nahe legte, sie beschrieb die Bücher als unglaublich witzg und unterhaltsam – ich las mir den Klappentext durch und traute mich nicht ran, weil da von Skeletten und magischen Dingen die Rede war und ich mit fantastischen Büchern eigentlich kaum etwas anfangen kann (Ausnahme: Harry Potter und die Tinten-Reihe von Funke). Also war die Reihe für mich eigentlich erledigt und dann stieß ich bei frueherlesen.de auf eine Verlosung des 3. Band bei der es 10 Rezensionsexemplare vorab gab. Da dachte ich „hmm du kannst es ja mal probieren, du gewinnst eh eigentlich nie was und wenn es dir nicht zusagt freut sich die Bekannte“ – und tadaaa ich gewann sogar … und ich habe wirklich verschlungen und war sofort süchtig.

Auch Band 4 gab es bei frueherlesen und man mag es kaum glauben, aber ich gewann tatsächlich nochmals – ich konnte es zumindest kaum glauben, aber freute mich riesig.
Band 3 hatte ein gemeines Cliffhänger-Ende und so musste ich mich in der Hausarbeitsendphase zwingen nicht sofort mit lesen anzufangen.
Und es war wie nach Hause kommen, auch wenn Skulduggery ja zuerst sehr fehlte. Schade, aber ja auch irgendwie passend fand ich dass Skuldggery nicht wirklich auf dem Cover war.
Der Klappentext sagt folgendes über das Buch:

Seit der großen Schlacht ist Skulduggery in der Welt der Gesichtslosen verschwunden. Nur ein Wunder kann ihn jetzt noch retten – oder Walküre: Sie muss ganz schnell seinen Kopf finden, der ihm einst von drei Kobolden in Irland gestohlen wurde. Während Walküre um die halbe Welt reist, wird der Magier Skarabäus nach 200 Jahren Gefängnis entlassen. Zwar hat er seine Zauberkräfte eingebüßt, doch seine Rachelust ist ungebrochen. Sofort schart er einen Kreis der schlimmsten Übeltäter um sich, unter ihnen auch Remus Crux, der die Seiten gewechselt hat. Sie alle können Skulduggerys Rückkehr kaum erwarten – denn jeder Einzelne von ihnen hat noch eine Rechnung mit ihm offen …

Das Buch las sich wie alle Bände der Reihe flüssig und zügig. Manches Mal war ich jedoch etwas verwirrt von den ganzen Namen – aber das ist ein Problem von mir und meinem Namensgedächtnis – die Geschichte war spannend wie immer und Walküre und Skulduggery waren witzig wie immer. Diese Reihe kann ich wirklich jedem nur empfehlen – ich würde am Liebsten Band 5 direkt hintendran hängen. Das Ende ist mal wieder interessant auch wenn nicht ganz so gemein wie im Band vorher.
Etwas schade fand ich, dass die Eigenarten von Wallküres Spiegelbild nicht so zum Tragen kamen wie ich eigentlich vermutet hätte, aber dafür ging die Geschichte in eine andere spannende Richtung …

Die Info das nur 9 Bände geplant sind (hab ich in der Wikipedia gelesen) macht mich allerdings etwas traurig muss ich gestehen.

Schon das Buch alleine hat mindestens eine extra dicke Empfehlung verdient, getoppt wird es nur noch von den wirklich genial gelesenen Hörbüchern dazu – Rainer Strecker liest das wirklich absolut großartig (eigentlichbin ich bei Hörbüchern immer etwas skeptisch) und ich htte am Liebsten immer das HC und das Hörbuch dazu.
Die Lesung von Rainer Strecker aus dem neuen Band zählt für mich definitiv zu den Highlights der Buchmesse 2010.

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Flavia de Luce – Mord im Gurkenbeet

Dieses Buch von Alan Bradley las ich eher zufällig, es ist eher ein Jugendbuch und fällt so nicht unbedingt direkt in mein Beutschema – das ist ja bekanntermaßen eher blutig – ich habe es aber mal der Nachbarin geschenkt und mir gefiel das Cover so gut ;). Außerdem schwärmte die Nachbarin davon und will sich nun auch den 2. Band davon kaufen.

Der Klappentext sagt

Die junge Flavia de Luce staunt nicht schlecht, als sie im ersten Morgenlicht eine Leiche im Garten entdeckt – ausgerechnet im Gurkenbeet! Jeder hält ihren Vater für den Mörder, denn Colonel de Luce hat sich noch tags zuvor mit dem Verblichenen gestritten. Nur ein einziger Mensch glaubt felsenfest an die Unschuld des Colonels – seine neunmalkluge Tochter Flavia. Schließlich ist der Ermordete vergiftet worden, und – ganz im Gegensatz zu Flavia, die eine begnadete Giftmischerin ist – ihr Vater hat nie Interesse an der Chemie des Todes gezeigt. Also fragt Flavia in vermeintlich kindlicher Unschuld sämtlichen Zeugen Löcher in den Bauch. Hartnäckig folgt sie jeder noch so abwegigen Spur – bis sie einsehen muss, dass ihr Vater tatsächlich ein dunkles Geheimnis hütet. Und so befürchtet Flavia, dass sie vielleicht eine zu gute Detektivin ist …

Gewitzt, ironisch und unwiderstehlich liebenswert – Flavia de Luce ist eine Ermittlerin, wie sie die Welt noch nicht gesehen hat!

Das Buch ist tatsächlich sehr liebenswert geschrieben, Flavia ist als sehr klug und witzig beschrieben und ihre Art und Weise den Fall aufzuklären ist spannend und interessant. Blutig ist das Buch natürlich nicht, dennoch ist die Geschichte spannend und gefiel mir sehr gut. Auch ich werde wohl den zweiten Band lesen und denke das ist eine Reihe die ich definitiv weiterlesen werde obwohl ich wahrscheinlich nicht der Alterszielgruppe entspreche.

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