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Anfrage zur Barrierefreiheit bei S21 III

Tja, nachdem der Beitrag moderiert werden musste erhielt ich eben die Mail das mein Beitrag nicht online gestellt wird weil die Fragen bereits beantwortet würden in 2 Beiträgen – zu finden hier und hier.

Naja, vielleicht bin ich einfach zu überzeugt das meine Anfrage anders ist, schon weil sie zB viel detaillierter ist – nun denn offenbar ist sie es nicht.
Schade, prinzipiell fand ich diese DirektZu Idee gut, so macht sie aber keinen Sinn irgendwie.

Nun denn, weiß jemand EMail-Adressen der Verantwortlichen? Dann frag ich eben so an… denn Antworten auf meine Fragen erwarte ich mir von den genannten Beiträgen nicht.

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Anfrage zur Barrierefreiheit bei S21 II

noch ein update: der beitrag erscheint jetzt wenn ich auf den Link klicke, vermute mal er ist nach der Freischaltung dann für euch hier zu sehen und abstimmfähig.

Update: Ah in einer der VIER Mails die man nach dem Verfassen und Anmelden erhält steht drin das mein Beitrag zuerst von Moderatoren geprüft werden muss und erst dann freigeschaltet werden kann – nun, man darf gespannt sein a) ob er es wird und b) wann das passiert.

So, endlich ist es geschafft – ich habe die Anfrage endlich zu Ende formuliert und auch die Anregungen via Twitter einfließen lassen. Daraus ergab sich ein sehr langer Text mit sehr vielen Fragen.
Offenbar wird auf diesem Direktzu-Portal immer das beantwortet über das am Meisten abgestimmt wurde, so ganz hab ich das System noch nicht verstanden aber ich habe mich auch noch nicht wirklich eingelesen, also stimmt mal fleißig ab. Auch wenn es bis zum nächsten weiterleitungstermin am 22. wohl nicht mehr schaffbar ist den Beitrag so hoch zu voten vermute ich.

Eigentlich wollte ich jetzt einen Link zum Beitrag setzen, aber ich finde ihn nicht mehr auf der Seite…
Auch der Link der in der „wir haben ihren Beitrag erhalten“ Mail steht führt auf eine „Es wurde kein Beitrag gefunden, stellen Sie sicher dass der Link korrekt ist“ Seite.

Aber ich habe den Text vorher kopiert und notfalls muss ich mich halt dran machen herauszufinden welche Bahnleute da konkret verantwortlich sind und deren Mailfächer damit füllen. Mal sehen … ich will auf jeden Fall Antworten. (auch wenn die wahrscheinlich nur sehr unbefriedigend ausfallen werden, die Fragen müssen gestellt werden)

Hier also mein Text:

Sehr geehrte Damen und Herren,
ich habe einige Fragen zur Barrierefreiheit des S21-Projekts die in den bisherigen Schlichtungen nicht beantwortet wurden.
Es war die Rede von 5 Aufgängen pro Bahnsteig, wieviele dieser Aufgänge sind Aufzüge und wo liegen diese? Wieder nur an den Enden des Gleises? Und gibt es für Rollstuhlfahrer im Falle eines Aufzugdefektes eiine Alternativmöglichkeit um vom Gleis weg bzw. zum Gleis hin zu kommen oder ist der Rollstuhlfahrer dann auf dem Gleis gefangen ohne sich selbstständig(!) wegbewegen zu können? (auch im Falle einer Notsituation muss es ja eine aufzugunabhängige Lösung geben)
Desweiteren wird die Durchgangsbreite bei den Rolltreppen als zu eng bemängelt, ist bei der Planung die Situation eines vollen Bahnsteiges und durchfahrenden Rollstühlen berücksichtigt worden, enge Bahnsteige können da u.U. ziemlich gefährlich sein.
Wurde mal ausprobiert wie schwierig das zukünftige Gefälle für Rollstuhlfahrer ist? Laut Medienberichten entspricht der Höhenunterschied von Bahnsteigende bis -anfang etwa einem zweigeschossigen Wohnhaus, in jedem Wohnhaus müsste dafür ein Aufzug eingebaut sein für Rollstuhlfahrer, hat man das in der Planungsphase mal z.B. von Rollstuhlfahrern wirklich testen lassen ob das Gefälle über diese Länge des Bahnsteiges zu bewältigen ist, auch mit Gepäck am Rollstuhl (Gefahr des Umkippens)? Oder hat man das wieder nur in der Theorie geplant? (auch vor dem Hintergrund das der Bahnsteig eine Neigung zur Bahnsteigmitte hin hat,denn das erschwert das Fahren ja zusätzlich)
Meines Wissens muss bei Rampen alle 6m ein Zwischenpodest eingebaut sein von 1,50m Länge, sind solche Podeste auf dem Bahnsteig eingeplant? (Musterbauordnung §50 http://www.bauordnungen.de/Musterbauordnung.pdf)
Wieviele barrierefreie Toiletten wird es geben und vor allem wo? Sind diese ohne Aufzugnutzung erreichbar?
Ein weiterer sehr wichtiger Punkt sind die geplanten Umsteigezeiten, einen konkreten Plan legte die Bahn bisher leider nicht vor es wurde aber davon gesprochen diese wären ausreichend. Auch für Rollstuhlfahrer? Von H. Leuschel wurde S21 als „ähnlich zum Bahnhof Mainz“ verglichen, dort beträgt laut Mobilitätsservice die MIINDESTumsteigezeit 20(!) Minuten, liegt die verfügbare Zeit darunter lehnt der Mobilitätsservice Hilfe ab. Beim jetzigen Bahnhof beträgt diese nur 15 Minuten.Wird es mir auch zukünftig möglich sein Anschlusszüge zu nehmen oder muss ich erst mal 30 Minuten Aufenthalt unter der Erde einplanen?
Wird es unterlaufbare Treppen bei S21 geben? Das stellt nämliich für Blinde, trotz Blindenleitsystem, eine ziemliche Gefahr dar. Gibt es für Gehörlose digitale Anzeigen mit Laufschrift die zeitgleich zur Ansage sind?
Werden die Tresen des Servicepoints eine niedirigere Stelle haben sodass auch Rollstuhlfahrer ohne Verrenkungen mit dem Personal kommunizieren können?
Wie werden die Servicezeiten des Mobilitätsservices sein? Also zu welchen Uhrzeiten können Rollstuhlfahrer überhaupt noch mit einer Einstiegshilfe rechnen?
Werden im Zuge der Zugneukäufe die wg ETCS notwendig sind endlich Züge mit fahrzeuggebundenen Einstiegshilfen angeschafft die das Personal auch bedienen darf? (das ist heute nicht immer der Fall) Vor allem auch Fernzüge die nicht mehr auf den Hublift angewiesen sind.

Ich weiß, das sind sehr viele Fragen, allerdings sind sie für mich und auch andere Behinderte alle sehr wichtig und relevant.

Freundliche Grüße

Ich kann den Text angeblich noch eine Stunde bearbeiten (wenn ich ihn denn mal finde *G*) also theoretisch könnt ihr noch schnell hier schreien wenn es noch was ganz wichtiges ist.

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Liebe Bahn,

… als interessierter Bürger verfolge ich die Schlichtungsgespräche zu Stuttgart 21.
Heute stellte Herr Geißler dann für mich DIE Fragen aller Fragen (ja, ich weiß – rein persönliche Motive 😉 )

Heißt das Rollstuhlfahrer müssen gleich den übernächsten Zug nehmen weil sie den nächsten nicht erwischen?

Der Mann von der Bahn dessen Name ich nicht gehört hab (und nicht gesehen weil anderes Fenster im Vordergrund, es war aber glaub ich der Herr Leuschel) stockte deutlich und musste erst sichtbar seine Gedanken sortieren, Treffer versenkt Herr Geißler. Dann sagte er „Unsere …. moobiilitäätseingeschränkten Reisende …. ….. können natürlich umsteigen, es gibt an jedem Gleis Aufzüge … und das klappt auch heute schon, wir haben da … den Mobilitätsservice … und wenn man sich da vorher anmeldet dann klappt das auch“

Äh ja … Frage von Herrn Geißler nicht beantwortet … laut dem Herrn von der Bahn ist die Mindestumsteigezeit für „Läufer“ 8 Minuten wie er 2 Sätze vorher sagte …

Die von der Bahn und ihrem Mobilitätsservice je nach Bahnhof festgelegten Mindestumsteigezeiten liegen bei einem Bahnsteigwechsel nach meiner Erfahrung zwischen 10 und 20(!) Minuten. Hat man also eine Verbindung die nur 9 Minuten Umsteigezeit erlaubt dann sagt die Bahn „nein, da können Sie nicht umsteigen“ – das bedeutet man kann erst den danach folgenden Zug nehmen – das ist auch heute schon Realität auf Durchgangsbahnhöfen.

Die ach so gepriesene Anmeldung beim Mobilitätsservice muss mindestens(!) 24h VOR der geplanten Reise erfolgen (und die Reise darf auch nur an Bahnhöfe gehen an denen schon Rotkäppchen stationiert sind, andere Bahnhöfe sind für Rollstuhlfahrer nicht erreichbar), meldet man sich nicht rechtzeitig an (für Fahrten am Montag muss das also bis spätestens Samstag 15 Uhr passeiren) dann nimmt die Bahn einen nicht mit weil man nicht angemeldet ist, auch wenn man deutlich vor der Zugabfahrt am Bahnhof ist.
Wenn man Glück hat und lange diskutiert dann kann man evtl. auch noch in den Zug, aber nur wenn der Servicepoint gerade gnädig ist.

Und das betrifft alle Züge in die man nicht selbstständig einsteigen kann, also den Regional- und Fernverkehr und auch eigentlich die meisten :/.

ich habe die Bahn nun mal gefragt wie die Mindestumsteigezeiten für Stuttgart Hbf, Frankfurt/Main Hbf und Mainz Hbf (lt Aussage des Bahners wäre der Aufbau des neuen Tiefbahnhofs ähnlich wie in Mainz) aussehen.

Nur mal so als Vergleich: In der Schweiz meldet sich der Rollstuhlfahrer 1 Stunde(!) (auf manchen Bahnhöfen auch 2 Stunden) vorher telefonisch an und darf dann fahren, die Deutsche Bahn braucht mindestens 24 Stunden.
Die Telefonnummer zur Anmeldung der Reise ist in der Schweiz kostenlos, in Deutschland zahlt man 14cent pro Minute.
Die Mobilitätszentrale der Schweiz hat von 6 Uhr – 22 Uhr geöffnet und ermöglicht an manchen Bahnhöfen/Linien Umstiege bis 24 Uhr.
Die deutsche Mobilitätsservicezentrale ist telefonisch von 8-20 Uhr erreichbar (Samstag 8-16 Uhr) und Hilfe am Bahnhof wird meiner Erfahrung nach so bis 20-21 Uhr gewährt unabhängig von den Linien.

Zu der Aussage des Bahnmenschen, dass das Umsteigen immer klappt, wenn man angemeldet ist kann ich nur sagen, dass ich bei 2 von 3 Fahrten nach Frankfurt Anfang Oktober nach Halt des Zuges jeweils 10-15 Minuten im Zug stand weil die Rotkäppchen mich entweder völlig vergaßen oder aber an den alten Zug (mit 3-4 steilen Stufen an allen Türen) ohne den Hublift kamen. Und ich war ordnungsgemäß angemeldet (für die Fahrt am Freitag morgen am Mittwoch Abend angemeldet) und hatte auch angemeldet dass ich einen Hublift benötige.
Soviel zum Thema „das klappt immer“.
Jeden Anschlusszug hätte ich gnadenlos verpasst, denn das Ausladen dauerte ja nochmals mehre Minuten.

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Das erklärt einiges…

Hier schrieb ich kurz nach dem 30.09. über eine Talkrunde im SWR-Fernsehen an der ein Herr Hauck teilanhm den ich bis dahin nicht kannte und da ich zu spät einschaltete bekam ich auch nicht mit wer das eigentlich ist. (relativ weit unten in dem langen Beitrag)

Seit ich heute diesen Artikel gelesen habe weiß ich nun wer es ist … und stelle fest er redet offenbar immer solch wirres Zeug wie in dieser Talkrunde, denn auch dort konnte ich seinen „Argumenten“ irgendwann nicht mehr logisch folgen.
Damals dachte ich man hätte ihn schlecht vorbereitet, aber wer so wirre Dinge wir in Hirschberg sagt glaubt wahrscheinlich immer noch daran das Pflastersteine geworfen wurden.

Der Artikel ist wirklich lesenswert – ein paar Zitate, so als Appetizer (alle von H. Hauk – Vorsitzender der CDU-Landtagsfraktion – gesagt):

“Ob das jetzt zehn oder fünzehn Milliarden kostet, kann Baden-Württemberg wurscht sein.”

“Man kennt nur die Argumente der Gegner und das ist das Problem.”

“Wenn jemand sagt, woanders fehlten die Mittel, in den Schulen, bei der S-Bahn, dann ist das alles Kokolores. Es fehlt überhaupt nichts”

(Ganzer Artikel)

Man weiß gar nicht was man jetzt am Schlimmsten finden soll …

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S21 – 1. Schlichtungstag, Teil 2

Der erste Vortrag war von Herrn Kefer von der Bahn und ich erwartete die übliche Pro S21 Propaganda, aber nein, Herr Kefer sagte das er neue Folien hätte und das er keinen Ausflug ins Historische machen wolle – er begann seinen Vortrag mit „Vor 175 Jahren …“ und erzählte etwas über die Anfänge der Bahn und die Ursprünge von Kopfbahnhöfen – okay das ist also nicht historisch 😉

Seine Stimme war angenehm und der Vortrag war zumindest nicht einschläfernd, als Student ist man ja froh über solche Vorträge *G*. Sonderlich viel behalten habe ich mir von dem Vortrag allerdings nicht wie ich merke. Dennoch war Herr Kefer ein angenehmer Redner und der Vortrag nicht so schlecht wie ich eigentlich erwartete.

Als nächstes war dann Herr Palme an der Reihe und ich muss sagen ich war enttäuscht von seinem Vortrag, er redete mir zu schnell, so dass ich den Eindruck hatte gar nicht alles erfassen zu können was ich vielleicht gerne würde. Man merkte ihm den Politiker auch deutlich an, es war irgendwie halt so ein typischer Politikervortrag wobei ich gar nicht genau sagen könnte woher dieses Empfinden denn kam. Herr Palme ging gleich auf ein paar von Kefer behauptete Dinge ein und schilderte seine Sicht dazu.

Zu den Fakten: Herr KEfer sagte der neue Bahnhof wäre um ein Drittel leistungsfähiger und es würden dann 2 Mio mehr Menschen auf die Schiene kommen – woher die denn so plötzlich kommen sollten wurde mir persönlich nicht klar. Laut Herrn Kefer wahrscheinlich nur wg den verkürzten Strecken, für mich nicht vorstellbar denn das Kritikargument das ich immer wieder höre sind eben nicht die Reisezeiten sondern vor allem die hohen Preise in Verbindung mit den Reiseziten, und an den Preisen wird ja auch der neue Bahnhof nichts ändern. Außerdem hob Kefer noch die deutlich geringere Zahl der Gleiskreuzungen hervor und die geringere Gleisbelegungszeit die es laut ihm wegen des Wesen eines Kopfbahnhofes nicht geben kann. Und auf Kopfbahnhöfen wären mehr Züge verspätet wenn ein anderer Verspätung hat – hm wg. Anschlusaufnahme müssen auch an Durchgangsbahnhöfen viele Züge warten… Außerdem wurde später erwähnt der Heidelberger Bahnhof sei einer der unpünktlichsten, wie ich aus eigener Erfahrung weiß ist das definitiv ein Durchgangsbahnhof 😉 (Anmerkung am Rande: bei meinen 3 Fahrten zur Buchmesse fuhr der Zug dort immer verspätet los obwohl er pünktlich bereitstand, wahrscheinlich wg Anschlussaufnahme oder so)

Herr Kefer führte auch noch an das auch andere Projekte in BaWü rund 30 Jahre Planungszeit gehabt hätten und schließlich auch gut gewesen wären – damit wollte er wohl den indirekten Schlss ziehen das S21 dann auch gut sein muss – ich „liebe“ solche Argumente.

Über Güterverkehr sprach er nict, obwohl er betonte das S21 ja gut für die Wirtschaft sei … was er damit meine wenn nicht den Güterverkehr naja das weiß wohl nur er. (ich persönlich würde da die doch recht kurzzeitigen Arbeitsplätze nämlich nicht mit reinnehmen denn sie sind a) nur kurzzeitig und nach dem Umbau ja auch nicht mehr vorhanden und b) bietet die ein Umbau des kopfbahnhofs ja auch)

Gegen Ende sagte er noch se seien zu größerer Offenheit bereit – nun denn, ich bin gespannt.

Herr Palme stellt klar das die Gegner nicht generell gegen Bahnverkehr sind. Er erwähnt auch, dass Kefer nichts zum Güterverkehr gesagt hat weil der davon nicht profitiert. Er stellt auch klar, dass unter den von der Bahn angenommenen Prämissen nur das aktuelle S21 Projekt rauskommen konnte, man diese Prämissen jedoch auch hätte verändern können und damit ein anderes Projekt entstanden wäre.

Palmer erwähnt auch die von Frau Merkel oft genannten EU-Subventionen und stellt klar dass diese nur für die europ. Bahnstrecke fließen, nicht jedoch für den Bahnhofsbau. Palmer weist auch darauf hin, dass die Aussage Kopfbahnhöfe seien ein Relikt aus alten Zeiten nicht ganz stimmig ist, das sowohl München und Frankfurt als auch Zürich an ihren kopfbahnhöfen festhalten. Zürich sogar recht erfolgreich was seine Leistungsfähigkeit betrifft. Stuttgart gehört nach seiner Aussage zu den Pünktlichsten Bahnhöfen – im Gegensatz zu Heidelberg.

Palme äußert sich natürlich auch zu den hohen Kosten und den starken Kostensteigerungen. Das Argument von Herrn Kefer, dass der Verkehr des Flugzeugs wieder zurück zur Bahn soll und das Flugzeug der stärkste Konkurrent der Bahn ist will Palme so nicht stehen lassen, er sagts das viel mehr die Straße und der Güterverkehr eigentlich viel eher das Ziel der Bahn sein sollten.

Für mich DER Satz des Herrn Palmer: „Kopfbahnhöfe sind für die Kunden viel bequemer“ – JAAA! Aber dazu später meher und erwähnt hatte ich das ja schon mal in einem früheren S21 Artikel.

Danach refertiert Gangolf Stocker, der sehr viel nuschelt und sehr stockend spricht, mit der Technik hat er auch so seine Probleme und wirkt da sehr unsicher und etwas überfordert. Ich habe ihm nicht so ganz aufmerksam zugehört muss ich gestehen, es war mir zu anstrengend irgendwie.
Stocker sagt allerdings gleich zu Beginn zu dem Bahnmenschen Kefer „Ich sehe Sie kennen den Stuttgarter Bahnhof nicht“ und erklärt dass die Gleiskreuzungen nicht so prüblematisch seien wie von Kefer dargestellt, da der Bahnhof auf Grund seiner Lage die Einfahrt über 3 Ebenen ermöglicht. (was von Kefer nicht erwähnt wurde)

Geißler will dann von den Verantwortlichen Zahlen über die Wirtschaftlichkeit des geplanten Bahnhofs, da die Gegner diese ja bestritten, Frau Gönner erklärt dann dazu könne sie jetzt keine Angaben machen, sie hätte nicht gewusst dass das heute auf dem Plan stünde (mW war als Punkt die Leistungsfähigkeit des S21 Konzepts vorgesehen, warum man da keine Unterlagen über die Wirtschaftlichkeit bei sich hat ist mir etwas schleierhaft, denn auch die ist ja für die Leistungsfähigkeit relevant). Sie müsse die Unterlagen erst holen und könne sie also frühstens nach der Mittagspause haben, wenn überhaupt, denn eigentlich wäre das ja gar nicht vorgesehen und sie hätte das ja nicht wissen können.
Als sie merkt das Geißler darüber ziemlich irritiert scheint schiebt sie nach „Ich glaube der H. Kefer würde dazu gern was sagen“, dieser sitzt die ganze Zeit stumm neben ihr.
Ich habe mich an der Stelle gefragt warum sie für Kefer spricht und ob der plötzlich seine Stimme verloren hat … aber wahrscheinlich war es nur ein plumper Versuch aus der sehr misslichen Situation wieder rauszukommen und den Teil Kefer aufzudrücken.

Kefer sagt dann es würde zusätzliche Güterzugkapazität geschaffen, muss aber im Laufe der Diskussion zugeben, dass sich seine Aussage auf sog. „leichte Güterzüge“ bezieht die nur eine gewisse Menge geladen haben dürfen, für alle anderen Güterzüge wäre die alte Strecke besser als die neue.

Es wird dann eine ganze Weile über Güterzüge und div. Strecken diskutiert, da stieg mein Hirn aus weil ich den Streckenverlauf auch überhaupt nicht kenne, schwere Güterzüge sollen wohl dann über eine bisher wenniger genutzte Strecke laufen deren Namen ich mir aber nicht merken konnte.

Geißler wird irgendwann die Diskussion zuviel und er versucht sie irgendwie zusammenzufassen – ich hab die Zusammenfassung allerdings irgendwie noch weniger durchblickt… es wird dann noch ne Weile diskutiert bis Geißler irgendwann sagt „Die Küche meldet das Essen ist warm“

Kefer sagte auch noch zu den Gegnern „Sie haben behauptet Frankfurt hätte einen Kopfbahnhof, das stimmt so nicht“ – ich dachte „äääh wie jetzt, von der Buchmesse bis jetzt so schnell umgebaut?“ Es gab auch murrende Töne im Raum und Kefer schiebt nach „Der Flughafen ist ein Durchgangsbahnhof“
Äääääh … wie jetzt?! Weil der Flughafen ein Durchgangsbahnhof ist stimmt die Aussage das Frankfurt einen Kopfbahnhof hat nicht?! Hm … gehört der Hauptbahnhof dann wohl nicht zu Frankfurt?!
Nach der Argumentation könnte man einfach am Flughafen Stuttgart einen ordentlichen Bahnhof bauen und den verbuddeln – dann hätte Stuttgart ja auch keinen Kopfbahnhof mehr 😉

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s21 – Der 1. Schlichtungstag Teil 1

Tja … ich hatte mir vorgenommen zumindest das 1. Schlichtungsgespräch anzusehen, auch um mir ein Bild von dem Schlichter Heiner Geißler zu machen, denn dem traute ich nur mäßig über den Weg auf Grund seines Parteibuches ;).

Ich werde das Gesamtthema wohl in mehreren Teilen bebloggen, weil da heute ziemlich viel verschiedenes auf  mich eingeprasselt ist. Und es war tatsächlich informativer als ich es im Vorfeld erwartete.

Ich bin, wie schon mal erwähnt, ja eher unpolitisch und kenne mich in der Landespolitik nicht besonders gut aus daher kannte ich all die beteiligten Personen überhaupt nicht und war Ihnen weder positiv noch negativ gegenüber eingestellt. Und wahrscheinlich krieg ich auch gar nicht mehr alle Namen zusammen vermute ich.

Die Schlichtung begann mit jeweils etwa 45minütigen Vorträgen der Pro und Contra S21 Gruppen, für die Pro-Seite sprach ein Herr Kefer der wenn ich das noch richtig weiß von der Bahn ist, für die Gegner sprach H. Palme, OB von Tübingen und passend zu seiner Krawattenfarbe ein Mitglied der Grünen.

Herr Geißler führte die Schlichtung eher locker und ermahnte die Parteien gleich sie sollen sich doch bitte so ausdrücken dass auch der Mensch von der Straße versteht über was gesprochen wird und man solle bedenken, dass man sich nicht in einer Expertenrunde befindet. Eine wie ich finde sehr gute Ermahnung, die im Laufe des Tages noch mehrmals geäußert wurde, Herr Geißler scheute (zum Unmut von Frau Gönner) auch nicht die Referenten zu unterbrechen wenn er den Eindruck hatte es würde etwas unklar/unverständlich formuliert – fand ich einen guten Ansatz, auch wenn ich persönlich nicht immer Verständnisprobleme hatte. Dennoch drückt es aber aus, dass sich der Schlichter auf die Menschen zubewegen will und versucht über das Verstehen können wieder Vertrauen aufzubauen. Das Frau Gönner da irgendwann intervenierte und meinte man müsse eben auch Fachtermini nutzen wenn man mit Fachleuten im Gespräch sei, zeigt für mich das sie wohl Geißlers Gedankengang dahinter nicht richtig verstand. Denn auch wenn Geißler vielleicht mal zu oft unterbrochen hat, weil es die Leute draußen auch so verstanden hätten, so zählt für mich der Gedanke dahinter einfach mehr.

Auch mit kritischen Nachfragen mussten beide Seiten rechnen und so manches Mal hatte ich den Eindruck das Herr Geißler leicht genervt war wenn sich wieder durchgewunden werden sollte.

Von mir ein großes Lob an Herrn Geißler – und das ist mir obwohl es so nicht geplant war diesen eigenständigen Artikel wert – ich wurde sehr positiv überrascht, rechnete ich doch mit CDU-Klüngel und erlebte aber kritische Nachfragen die auch weitergeführt wurden wenn sie den anwesenden CDUlern unangenehm wurden.

Auch die Versuche von Frau Gönner (Verkehrsministerin BaWü) immer wieder so ein bisschen das Heft aus der Hand zu nehmen unterband er, obwohl sie es wirklich oft versuchte.

Bisher ist das Internet – besonders die Gegner von S21 – voll des Lobes über Heiner Geißler, ich persönlich bin ja überzeugt davon dass er am Verhandlungstag über K21 genauso kritisch bei den S21-Gegnern nachhaken wird und dann werden die Pro-Leute jubeln und ihn feiern und die Gegner ihn verfluchen und als parteiisch ansehen. In meinen Augen muss er aber genauso handeln um seine Aufgabe als Schlichter ernst zu nehmen – ich hoffe ich habe mich nicht in ihm getäuscht und es passiert auch so, denn sonst würde er sich arg angreifbar machen und das fände ich ja sehr schade. (auch wenn mir persönlich das was von den Pro-S21 Leuten zu sehen eine gewisse Schadenfreude entlockte)

Ich hoffe also, das die K21 Befürworter besser vorbereitet sind als das was ich da heute gesehen habe. Sehr viel schlechter kann man sich mE gar nicht mehr präsentieren, als das was heute die Bahn/das Land und die anwesenden CDU-Leute boten.

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Eingeordnet unter Alltag, S21

Ich liebe es

Die Bahn … immer wieder für nette Geschichten gut…
Am 1. Buchmessetag lief ja alles erstauuunlich glatt – zumindest von Seiten der Rotkäppchen, man stand schon an der richtigen Tür und holte mich zügig aus den Zügen. Wunderbar, dafür meldet man sich ja vorher extra an.

Am Freitag lief das so ab:
Ich bin wieder brav vorangemeldet (seit Mittwoch) und beim Einsteigen am hiesigen Bahnhof klappt auch alles wunderbar, okay das Rotkäppchen war nicht wirklich gesprächig aber das macht ja nix.
Der Zug fährt unterwegs 9 min Verspätung wieder rein weil er so ein alter Zug ist und die Bremsen dass da lt. Lokführer aushalten, wir sind also pünktlich in FFM.
Viele Menschen mit Rädern steigen aus, der erste fragt netterweise ob ich Hilfe brauche und ich sage ihm dass ich vorangemeldet bin und da eigentlich der Hublift stehen sollte – sehen kann ich es nicht denn ich kann wg den Stufen ja nicht bis zur Tür fahren.
Es taucht jedoch keine rote Mütze auf und man hört auch kein Hubliftgeklapper.

Dann kommt der richtig wortkarge Schaffner, kuckt mich an, kuckt den langen Bahnsteig hinunter, sagt immer noch kein Wort. Dann nimmt er das Telefon und es dauert etwas bis er spricht „ja, ich hab hier ne Rollstuhlfahrerin im Zug sitzen, die solltet ihr rausholen“
Mittlerweile kommt auch der Lokführer (Frankfurt = Kopfbahnhof – ganz ohne Frankfurt 21 😉 ) wundert sich über meine Anwesenheit und erzählt mir das mit den Bremsen.
Der wortkarge Schaffner sagt „Kommt gleich jemand“
Und das Warten beginnt …

Zwischenzeitlich steigen die ersten Fahrgäste ein die in meinen Herkunftsort wollen, ich sehe meinen Termin bei von Schirach platzen, habe aber viel Spaß mit einem Fahrgast der mir vorschlägt ich solle doch immer wenn was nicht klappt 10 Euro verlangen als Entschädigung, er hätte schon oft mitgekriegt dass das nicht so klappt …

Nach etwa 10 Minuten höre ich das ersehnte Klappern… der Schaffner wurde zwischendrin leicht unruhig denn in etwa 5 Minuten soll der Zug eigentlich abfahren und ich warte ja noch…
Das Rotkäppchen macht die Tür auf und sagt „Da haben wir Sie wohl vergessen, aber wir sind ja auch nur zu zweit heute“
Mehr als „ääh – aha“ fiel mir nicht ein… *koppschüttel*

Daher stand hatte ich abends dann das Erlebnis am Servicepoint, denn ich war viel zur früh da und wollte so zum Zeitvertreib nur mal fragen ob man denn diesmal an mich denkt…
Am hiesigen Bahnhof klappte wieder alles wunderbar.

Heute lief es so ab:
Selbes Rotkäppchen wie am Tag zuvor, der zwar keine Ahnung hat das 2 Rollstühle gen Frankfurt wollen aber sehr unkompliziert ist. Ich erwähne noch dass ich es extra ins Kommentarfeld schrieb, er sagt steht nix da (ihr könnt meine Bestätigung nachher sehen). Er sagt ganz von sich aus das er es in FFM vormeldet und sagt das der Hublift gebraucht wird (auch das gab ich in der Voranmeldung an).
Der Zug erreicht Frankfurt und man sieht ein Rotkäppchen, ich sage schon „wow“ und dann fällt mir auf, dass gar kein Hublift da steht.
Ja, sie hätte gedacht sie kuckt erst mal so…

Wie jetzt?! Sie kuckt erst mal so?! Können Rollstühle durchs kucken fliegen lernen oder verschwinden dann etwa Stufen oder so? Und war nicht der Hublift von mir vorangemeldet und von dem Heimatrotkäppchen sogar nochmals bestätigt?! Bin ich in Hogwarts und der Zug ändert zwischendurch die Bauweise?
Die Dame überlegt noch kurz stellt dann aber – welch Wunder – fest, dass sie wohl wieder an das Ende des Gleises laufen muss um den Hublift zu holen (die Gleise in FFM sind nicht sooo kurz und wir waren im allerletzten Wagen, wie das so üblich ist). Sie wackelt also los, kaum war sie weg sagt der völlig irritierte Schaffner „Wo war jetzt denn das Problem? Das war doch korrekt gemeldet und es war doch völlig logisch dass sie den Hublift braucht, ich versteh das nicht … die sind alle irgendwie komisch hier, irgendwie dumm – sowas kommt dauernd vor“
Der Lokführer kommt, erfährt warum wir noch im Zug stehen und sagt sofort „wie die hatte keinen Hublift dabei?“ und schüttelt den kopf …

Nach gut 10 Minuten hört man das vertraute klappern … juhu wir dürfen aus dem Zug 😀
(natürlich wurde uns auch mitgeteilt wir sollen doch ganz vorne in die S-Bahn steigen…, auch freitags wurde es mir wieder geraten … ich habe verzichtet und war renitent *fg*)

Voranmeldung


Am hiesigen Bahnhof klappte auch heute alles perfekt – danke ihr Rotkappen!

Ein Kommentar

Eingeordnet unter Alltag, Ärger