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Anfrage zur Barrierefreiheit bei S21 III

Tja, nachdem der Beitrag moderiert werden musste erhielt ich eben die Mail das mein Beitrag nicht online gestellt wird weil die Fragen bereits beantwortet würden in 2 Beiträgen – zu finden hier und hier.

Naja, vielleicht bin ich einfach zu überzeugt das meine Anfrage anders ist, schon weil sie zB viel detaillierter ist – nun denn offenbar ist sie es nicht.
Schade, prinzipiell fand ich diese DirektZu Idee gut, so macht sie aber keinen Sinn irgendwie.

Nun denn, weiß jemand EMail-Adressen der Verantwortlichen? Dann frag ich eben so an… denn Antworten auf meine Fragen erwarte ich mir von den genannten Beiträgen nicht.

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Anfrage zur Barrierefreiheit bei S21 II

noch ein update: der beitrag erscheint jetzt wenn ich auf den Link klicke, vermute mal er ist nach der Freischaltung dann für euch hier zu sehen und abstimmfähig.

Update: Ah in einer der VIER Mails die man nach dem Verfassen und Anmelden erhält steht drin das mein Beitrag zuerst von Moderatoren geprüft werden muss und erst dann freigeschaltet werden kann – nun, man darf gespannt sein a) ob er es wird und b) wann das passiert.

So, endlich ist es geschafft – ich habe die Anfrage endlich zu Ende formuliert und auch die Anregungen via Twitter einfließen lassen. Daraus ergab sich ein sehr langer Text mit sehr vielen Fragen.
Offenbar wird auf diesem Direktzu-Portal immer das beantwortet über das am Meisten abgestimmt wurde, so ganz hab ich das System noch nicht verstanden aber ich habe mich auch noch nicht wirklich eingelesen, also stimmt mal fleißig ab. Auch wenn es bis zum nächsten weiterleitungstermin am 22. wohl nicht mehr schaffbar ist den Beitrag so hoch zu voten vermute ich.

Eigentlich wollte ich jetzt einen Link zum Beitrag setzen, aber ich finde ihn nicht mehr auf der Seite…
Auch der Link der in der „wir haben ihren Beitrag erhalten“ Mail steht führt auf eine „Es wurde kein Beitrag gefunden, stellen Sie sicher dass der Link korrekt ist“ Seite.

Aber ich habe den Text vorher kopiert und notfalls muss ich mich halt dran machen herauszufinden welche Bahnleute da konkret verantwortlich sind und deren Mailfächer damit füllen. Mal sehen … ich will auf jeden Fall Antworten. (auch wenn die wahrscheinlich nur sehr unbefriedigend ausfallen werden, die Fragen müssen gestellt werden)

Hier also mein Text:

Sehr geehrte Damen und Herren,
ich habe einige Fragen zur Barrierefreiheit des S21-Projekts die in den bisherigen Schlichtungen nicht beantwortet wurden.
Es war die Rede von 5 Aufgängen pro Bahnsteig, wieviele dieser Aufgänge sind Aufzüge und wo liegen diese? Wieder nur an den Enden des Gleises? Und gibt es für Rollstuhlfahrer im Falle eines Aufzugdefektes eiine Alternativmöglichkeit um vom Gleis weg bzw. zum Gleis hin zu kommen oder ist der Rollstuhlfahrer dann auf dem Gleis gefangen ohne sich selbstständig(!) wegbewegen zu können? (auch im Falle einer Notsituation muss es ja eine aufzugunabhängige Lösung geben)
Desweiteren wird die Durchgangsbreite bei den Rolltreppen als zu eng bemängelt, ist bei der Planung die Situation eines vollen Bahnsteiges und durchfahrenden Rollstühlen berücksichtigt worden, enge Bahnsteige können da u.U. ziemlich gefährlich sein.
Wurde mal ausprobiert wie schwierig das zukünftige Gefälle für Rollstuhlfahrer ist? Laut Medienberichten entspricht der Höhenunterschied von Bahnsteigende bis -anfang etwa einem zweigeschossigen Wohnhaus, in jedem Wohnhaus müsste dafür ein Aufzug eingebaut sein für Rollstuhlfahrer, hat man das in der Planungsphase mal z.B. von Rollstuhlfahrern wirklich testen lassen ob das Gefälle über diese Länge des Bahnsteiges zu bewältigen ist, auch mit Gepäck am Rollstuhl (Gefahr des Umkippens)? Oder hat man das wieder nur in der Theorie geplant? (auch vor dem Hintergrund das der Bahnsteig eine Neigung zur Bahnsteigmitte hin hat,denn das erschwert das Fahren ja zusätzlich)
Meines Wissens muss bei Rampen alle 6m ein Zwischenpodest eingebaut sein von 1,50m Länge, sind solche Podeste auf dem Bahnsteig eingeplant? (Musterbauordnung §50 http://www.bauordnungen.de/Musterbauordnung.pdf)
Wieviele barrierefreie Toiletten wird es geben und vor allem wo? Sind diese ohne Aufzugnutzung erreichbar?
Ein weiterer sehr wichtiger Punkt sind die geplanten Umsteigezeiten, einen konkreten Plan legte die Bahn bisher leider nicht vor es wurde aber davon gesprochen diese wären ausreichend. Auch für Rollstuhlfahrer? Von H. Leuschel wurde S21 als „ähnlich zum Bahnhof Mainz“ verglichen, dort beträgt laut Mobilitätsservice die MIINDESTumsteigezeit 20(!) Minuten, liegt die verfügbare Zeit darunter lehnt der Mobilitätsservice Hilfe ab. Beim jetzigen Bahnhof beträgt diese nur 15 Minuten.Wird es mir auch zukünftig möglich sein Anschlusszüge zu nehmen oder muss ich erst mal 30 Minuten Aufenthalt unter der Erde einplanen?
Wird es unterlaufbare Treppen bei S21 geben? Das stellt nämliich für Blinde, trotz Blindenleitsystem, eine ziemliche Gefahr dar. Gibt es für Gehörlose digitale Anzeigen mit Laufschrift die zeitgleich zur Ansage sind?
Werden die Tresen des Servicepoints eine niedirigere Stelle haben sodass auch Rollstuhlfahrer ohne Verrenkungen mit dem Personal kommunizieren können?
Wie werden die Servicezeiten des Mobilitätsservices sein? Also zu welchen Uhrzeiten können Rollstuhlfahrer überhaupt noch mit einer Einstiegshilfe rechnen?
Werden im Zuge der Zugneukäufe die wg ETCS notwendig sind endlich Züge mit fahrzeuggebundenen Einstiegshilfen angeschafft die das Personal auch bedienen darf? (das ist heute nicht immer der Fall) Vor allem auch Fernzüge die nicht mehr auf den Hublift angewiesen sind.

Ich weiß, das sind sehr viele Fragen, allerdings sind sie für mich und auch andere Behinderte alle sehr wichtig und relevant.

Freundliche Grüße

Ich kann den Text angeblich noch eine Stunde bearbeiten (wenn ich ihn denn mal finde *G*) also theoretisch könnt ihr noch schnell hier schreien wenn es noch was ganz wichtiges ist.

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Anfrage zur Barrierefreiheit bei S21

Die Bahn beantwortet bei diesem Direkt.zu Portal Anfragen der Bürger zu S21 – hab ich nur zufällig entdeckt will ich aber die ganze Zeit schon nutzen um Fragen zur Barrierefreiheit zu stellen, und mit jeder Schlichtung werden es mehr …

Das ich einen Kopfbahnhof generell barrierefreier finde – schon weil man sich nicht auf Technik verlassen muss beim Gleiswechsel – hab ich schon erwähnt, allerdings gibts bei S21 ja noch mehr Fragen … ich feile noch etwas denn die Wortanzahl ist dort nur begrenzt und momentan fehlen zB. noch Umsteigezeiten, Toiletten, Probleme f. Blinde/Gehörlose und auch die Verfügbarkeit des Mobserv – bisher sieht meine anfrage so aus (ich bin aber daran gerade am Schreiben)

Sehr geehrte Damen und Herren,
ich habe einige Fragen zur Barrierefreiheit des S21-Projekts die in den bisherigen Schlichtungen nicht beantwortet wurden.
Es war die Rede von 5 Aufgängen pro Bahnsteig, wieviele dieser Aufgänge sind Aufzüge und wo liegen diese? Wieder nur an den Enden des Gleises? Und gibt es für Rollstuhlfahrer im Falle eines Aufzugdefektes eiine Alternativmöglichkeit um vom Gleis weg bzw. zum Gleis hin zu kommen oder ist der Rollstuhlfahrer dann auf dem Gleis gefangen ohne sich selbstständig(!) wegbewegen zu können? (auch im Falle einer Notsituation muss es ja eine aufzugunabhängige Lösung geben)
Desweiteren wird die Durchgangsbreite bei den Rolltreppen als zu eng bemängelt, ist bei der Planung die Situation eines vollen Bahnsteiges und durchfahrenden Rollstühlen berücksichtigt worden, enge Bahnsteige können da u.U. ziemlich gefährlich sein.
Wurde mal ausprobiert wie schwierig das zukünftige Gefälle für Rollstuhlfahrer ist? Laut Medienberichten entspricht der Höhenunterschied von Bahnsteigende bis -anfang etwa einem zweigeschossigen Wohnhaus, in jedem Wohnhaus müsste dafür ein Aufzug eingebaut sein für Rollstuhlfahrer, hat man das in der Planungsphase mal z.B. von Rollstuhlfahrern wirklich testen lassen ob das Gefälle über diese Länge des Bahnsteiges zu bewältigen ist, auch mit Gepäck am Rollstuhl (Gefahr des Umkippens)? Oder hat man das wieder nur in der Theorie geplant? (auch vor dem Hintergrund das der Bahnsteig eine Neigung zu den Gleisen hin hat,denn das erschwert das Fahren ja zusätzlich)
Meines Wissens muss bei Rampen alle 6m ein Zwischenpodest eingebaut sein von 1,50m Länge, sind solche Podeste auf dem Bahnsteig eingeplant? (Musterbauordnung §50 http://www.bauordnungen.de/Musterbauordnung.pdf)

Korrektur-/änderungs-/Erweiterungsvorschläge? Ich würde das gern heute abschicken daher her mit den Vorschlägen 😉

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Mindestumsteigezeiten für Rollstuhlfahrer

Der Mobilitätsservice der Bahn hat tatsächlich schon geantwortet auf meine Frage nach den Mindestumsteigezeiten.
Mainz ist ja lt. H. Leuschel fast gleichartig vom Aufbau wie S21 daher habe ich mal nach der Umsteigezeit dort gefragt und als Vergleich die beiden Kopfbahnhöfe Stuttgart und Frankfurt/Main.

Sehr geehrte Frau Theobald,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Folgende Mindestumstiegszeiten bestehen für Rollstuhlfahrer:

Frankfurt(Main)Hbf: bahnsteiggleich 6 Minuten / mit bahnsteigwechsel 15
Minuten
Mainz Hbf: bahnsteiggleich 6 Minuten / mit bahnsteigwechsel 20 Minuten
Stuttgart Hbf: bahnsteiggleich 7 Minuten / bahnsteigwechsel 15 Minuten /
vom Hbf tief zum Bahnsteig 25 Minuten

Dies bahnsteiggleichen Wechselzeiten werden mir immer ein echtes Rätsel bleiben, mir ist nie klar womit sich solch lange Umsteigezeiten rechtfertigen. (ich brauch ne halbe Minute um 1mal über den Bahnsteig zu fahren, warum die Bahn dann 5,5 plant um mich einzuladen verstehen wohl nur sie)

Aus einer früheren Anfrage hier noch die Zeiten für Saarbrücken, Heidelberg, Mannheim, Darmstadt:

Die Umstiegszeiten auf den Bahnhöfen sind wie folgt:

Darmstadt Hbf:
bahnsteiggleich für Rollstuhlfahrer 5 Minuten
bahnsteigwechsel für Rollstuhlfahrer 20 Minuten

Heidelberg Hbf:
keine geforderten Mindestumstiegszeiten

Mannheim Hbf:
bahnsteiggleich für Rollstuhlfahrer 4 Minuten
bahnsteigwechsel für Rollstuhlfahrer 10 Minuten

Saarbrücken Hbf:
bahnsteiggleich für Rollstuhlfahrer 6 Minuten
bahnsteigwechsel für Rollstuhlfahrer 10 Minuten

Kaiserslautern Hbf:
bahnsteiggleich für Rollstuhlfahrer 6 Minuten
bahnsteigwechsel für Rollstuhlfahrer 10 Minuten

Auffallend ist das die Bahnhöfe mit den ÜBERführungen (Mainz & Darmstadt) deutlich längere Umsteigezeiten haben.

Diese Umsteigezeiten (die ja Minimum sind) bedeuten für Rollstuhlfahrer dass sie sich nur Verbindungen suchen dürfen die diese Zeiten auch gewährleisten, sonst sagt die Bahn man könne den Rollstuhl dort nicht umsteigen lassen und die Sache ist für die Bahn erledigt.

Wenn die Bahn nun also für Fußgänger von einer Mindestumsteigezeit von nur 8(!) Minuten plant weil das so festgelegt wurde von irgendwem und für Rollstuhlfahrer werden 20(!) verlangt kann der Rollstuhlfahrer wohl froh sein wenn er überhaupt den übernächsten Zug erwischen kann. Somit ist die Wischiwaschi-antwort auf die konkrete Frage von H. Geißler dass es geht weil ja der Mobilitätsservice hilft schlicht falsch!!

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Liebe Bahn,

… als interessierter Bürger verfolge ich die Schlichtungsgespräche zu Stuttgart 21.
Heute stellte Herr Geißler dann für mich DIE Fragen aller Fragen (ja, ich weiß – rein persönliche Motive 😉 )

Heißt das Rollstuhlfahrer müssen gleich den übernächsten Zug nehmen weil sie den nächsten nicht erwischen?

Der Mann von der Bahn dessen Name ich nicht gehört hab (und nicht gesehen weil anderes Fenster im Vordergrund, es war aber glaub ich der Herr Leuschel) stockte deutlich und musste erst sichtbar seine Gedanken sortieren, Treffer versenkt Herr Geißler. Dann sagte er „Unsere …. moobiilitäätseingeschränkten Reisende …. ….. können natürlich umsteigen, es gibt an jedem Gleis Aufzüge … und das klappt auch heute schon, wir haben da … den Mobilitätsservice … und wenn man sich da vorher anmeldet dann klappt das auch“

Äh ja … Frage von Herrn Geißler nicht beantwortet … laut dem Herrn von der Bahn ist die Mindestumsteigezeit für „Läufer“ 8 Minuten wie er 2 Sätze vorher sagte …

Die von der Bahn und ihrem Mobilitätsservice je nach Bahnhof festgelegten Mindestumsteigezeiten liegen bei einem Bahnsteigwechsel nach meiner Erfahrung zwischen 10 und 20(!) Minuten. Hat man also eine Verbindung die nur 9 Minuten Umsteigezeit erlaubt dann sagt die Bahn „nein, da können Sie nicht umsteigen“ – das bedeutet man kann erst den danach folgenden Zug nehmen – das ist auch heute schon Realität auf Durchgangsbahnhöfen.

Die ach so gepriesene Anmeldung beim Mobilitätsservice muss mindestens(!) 24h VOR der geplanten Reise erfolgen (und die Reise darf auch nur an Bahnhöfe gehen an denen schon Rotkäppchen stationiert sind, andere Bahnhöfe sind für Rollstuhlfahrer nicht erreichbar), meldet man sich nicht rechtzeitig an (für Fahrten am Montag muss das also bis spätestens Samstag 15 Uhr passeiren) dann nimmt die Bahn einen nicht mit weil man nicht angemeldet ist, auch wenn man deutlich vor der Zugabfahrt am Bahnhof ist.
Wenn man Glück hat und lange diskutiert dann kann man evtl. auch noch in den Zug, aber nur wenn der Servicepoint gerade gnädig ist.

Und das betrifft alle Züge in die man nicht selbstständig einsteigen kann, also den Regional- und Fernverkehr und auch eigentlich die meisten :/.

ich habe die Bahn nun mal gefragt wie die Mindestumsteigezeiten für Stuttgart Hbf, Frankfurt/Main Hbf und Mainz Hbf (lt Aussage des Bahners wäre der Aufbau des neuen Tiefbahnhofs ähnlich wie in Mainz) aussehen.

Nur mal so als Vergleich: In der Schweiz meldet sich der Rollstuhlfahrer 1 Stunde(!) (auf manchen Bahnhöfen auch 2 Stunden) vorher telefonisch an und darf dann fahren, die Deutsche Bahn braucht mindestens 24 Stunden.
Die Telefonnummer zur Anmeldung der Reise ist in der Schweiz kostenlos, in Deutschland zahlt man 14cent pro Minute.
Die Mobilitätszentrale der Schweiz hat von 6 Uhr – 22 Uhr geöffnet und ermöglicht an manchen Bahnhöfen/Linien Umstiege bis 24 Uhr.
Die deutsche Mobilitätsservicezentrale ist telefonisch von 8-20 Uhr erreichbar (Samstag 8-16 Uhr) und Hilfe am Bahnhof wird meiner Erfahrung nach so bis 20-21 Uhr gewährt unabhängig von den Linien.

Zu der Aussage des Bahnmenschen, dass das Umsteigen immer klappt, wenn man angemeldet ist kann ich nur sagen, dass ich bei 2 von 3 Fahrten nach Frankfurt Anfang Oktober nach Halt des Zuges jeweils 10-15 Minuten im Zug stand weil die Rotkäppchen mich entweder völlig vergaßen oder aber an den alten Zug (mit 3-4 steilen Stufen an allen Türen) ohne den Hublift kamen. Und ich war ordnungsgemäß angemeldet (für die Fahrt am Freitag morgen am Mittwoch Abend angemeldet) und hatte auch angemeldet dass ich einen Hublift benötige.
Soviel zum Thema „das klappt immer“.
Jeden Anschlusszug hätte ich gnadenlos verpasst, denn das Ausladen dauerte ja nochmals mehre Minuten.

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Buchmesse 2010 – Mittwoch, 1. Tag

(Bilder kommen noch)
Dieses Jahr sollte sie anstehen, endlich, meine erste Buchmesse … seit Jahren schon stieß ich jedes Mal wenn ich wieder erst in den Nachrichten daran erinnert wurde einen lauten Schrei aus (sehr zum Leidwesen der dann Anwesenden) „aaaaaaaah Büüüüücher, ich will da hiiiin“.
Letztes Jahr war es fest eingeplant – und ich lag mit 40° Fieber in meinem Bett und schaffte es noch nicht einmal richtig dem Livestream des Blauen Sofas zu folgen.

Dieses Jahr stellte sich pünktlich zur Buchmesse ebenfalls wieder erhöhte Temperatur ein, die „ich bin total platt und will nur schlafen“ Phase konnte ich aber vor der Messe überwinden und so konnte ich am Mittwoch, nach einer Nacht mit wenig Schlaf (3 Stunden – ich war wohl doch zu aufgeregt) und fiebersenkenden Medis bewaffnet (man weiß ja nie ob man es braucht) in den Zug.
8:21 Uhr war Abfahrt, das hieß um 6 Uhr aufstehen denn ich musste ja erst noch um 7:28 in den Bus, um rechtzeitig 10 min vor Abfahrt auf dem Gleis zu sein, und es bedeutete, dass ich so gegen 10 Uhr auf der Messe ankommen sollte.

Natürlich bin ich erst mal sehr zielsicher mit dem falschen Aufzug zur S-bahn gefahren 😉 Also, wieder hoch und wieder runter und dann ab zur Messe.
Dort dann den Leuten auf der Rolltreppe nachgeschaut und ab zum Aufzug 🙂
Und dann stand ich, nach leichter Quälerei mit der Eingangstür – automatisch öffnende fallen wohl unter Luxus – im Gebäude und sah als erstes den Taschendurchsuchungstisch, also brav dort hin. Da ich keine Messer oder Waffen dabei hatte durfte ich dann weiter 😉 (liebe Kontrolleure, WENN ich sowas reinschmuggeln wollte dann sicher nicht in meinem Rucksack ehrlich gesagt).
Oben an der Wand war dann rechts ein kleines, grünes Rollstuhlsymbol also bin ich da mal hingefahren und stand vor einem verschlossenen Glastürchen. Der Mann in der Kassenkabine nebenan wirkte leicht überfordert als ich sagte „ich bin mal dem Symbol gefolgt und hoffe das ich hier richtig bin“ er suchte dann mit den Augen das Symbol und seinem Blick nach schien er es nicht zu sehen ;), dann schaute er ratlos auf grüne und rote Knöpfe vor sich und probierte dann mutig den grünen aus – tadaaa das Törchen öffnete sich und ich war drin 🙂

Dann folgte ich einfach der Masse, blind sollte man das nicht tun 😉 Ich erkannte die Rolltreppe immerhin noch rechtzeitig und konnte in Richtung Aufzug abbiegen *G*
Der Aufzug war der einzige auf dem Gelände der total alt aussah und komische Knackgeräusche von sich gab.
Wirklich doof war aber das es dort keinerlei Beschriftung gab, nur Knöpfe mit „0“, „1“ und „2“ und ich wusste gar nicht in welchem Stock ich eigentlich gerade bin. Also drückte ich auf „0“ und landete draußen und vor irgendeiner Halle in die ich einfach mal rein bin … es war eine Halle mit ausländischen Verlagen und es waren wohl nordische Verlage oder so.
Dort bin ich relativ zügig wieder raus 😉 und dachte etwas ernüchtert „das ist also diese Messe auf die du seit Jahren hinfieberst … nunja … sieht leer aus und du verstehst kein Wort“.
Dann ging es außen an der Halle vorbei, eine leichte Steigung hoch und ich sah etwas neidisch den nicht barrierefreien Messebussen hinterher …
Dann bin ich sehr spontan in Halle 4.1 abgebogen und dort hatte der Termin mit dem argentinischen Autor Ariel Magnus und seinem Buch „Der Chinese auf dem Fahrrad“ noch nicht begonnen und ich war zu hibbelig um dort zu stehen und zu warten 😉 also weiter durch die Halle in der Büüücher waren und POSTKARTEN – verdammt, auf Lesezeichen war ich vorbereitet und hatte versucht den Lesezeichensammler in mir zu zügeln, aber niemand hatte mich vor Postkarten gewarnt …. ächz … und dann waren es auch noch Karten mit der Maus aus „Die Sendung mit der Maus“ und noch vom Maulwurf und Petzi und andern tollen Kinderfiguren, so wie auch wirklich welche mit witzigen Motiven/Sprüchen … 10 Stk – 7,50€.
Ich war tapfer und bin unter Bezwingung des Kartenkaufteufelchens weiter – aber es war ja nicht der einzige Kartenstand …

Eigentlich sah mein Mittwochsplan so aus:
10:30 Chinese auf dem Fahrrad, Magnus, Halle 4.1 Q561
11:30 Blaue Sofa, Willemsen, Übergang 5/6
12:30 Till Brönner, ARD Fernsehbühne, Ebene 0 Forum
13 Uhr isländische Krimis, Halle 5.0
13:15 Analphabet liest, Halle 4.0
15:30 Grauzone Hirntod, Halle 3.1 E170
16 Uhr Till Brönner, Gespräch FAZ, Halle 3.1 D154
16 Uhr Sascha Lobo, Halle 3.1 D101 (da geht etwas länger als Brönner)
17 Uhr Leonie Swann, Autor am Stand, Goldmann, Halle 3.0 E109
und via Twitter dann schon auf der Messe aufgeschnappt
13:15 Leonie Swann, Garou, Halle 3.0 E111

Wie man sieht überschneidet sich einiges, das wollte ich mir so flexibel wie möglich halten denn ich habe ja kein Smartphone und kann deshalb mit meinem normalen Handy nur beschränkt ins Internet und der Messekatalog in gedruckter Form kostete 23€ – zu teuer nach meinem Empfinden.
Also musste alles sehr genau im Voraus geplant sein, denn sonst wäre ich rettungslos verloren gewesen.

Nachdem ich den 1. Termin also schon mal strich machte ich mich auf dem Weg zum „Blauen Sofa“ des ZDF, das muss man ja eh mal gesehen haben 😉 Außerdem wollte ich wissen wo es ist – die Gänge sind lang und mehr als antreiben kann ich meine Räder ja nicht.
Ich hab es auch gefunden, und stellte fest das Roger Willemsen da schon längst saß obwohl es noch vor 11 war – man hatte den Termin vorgezogen weil die Vorgängerin nicht kam – hmpf!
Das was ich noch hören konnte fand ich aber sehr interessant und unterhaltsam.
Sehen konnte ich nicht sehr viel – wenn nur unter merkwürdigen Verrenkungen (und das auch nicht all zu lange) – denn ich stand seitlich zum Sofa und die Presse erwies sich leider als ziemlich rücksichtslos und platzierte sich genau vor meinem Rollstuhl (nachdem er sich vorbeiquetschte und noch mit der Kamera am Griff hängen blieb).
Auffällig war auch, dass ich den Eindruck hatte der ZDF Kameramann filmte ab dem Zeitpunkt an dem ich da stand eigentlich nicht mehr in die Richtung, erst wieder als ich durch die Kameraleute total verdeckt war, alle anderen Richtungen wurden weiterhin gefilmt 😉
Hey ZDF – SO hässlich ist mein Rollstuhl nun auch nicht 😉
Roger Willemsen sprach über seine Reisen die er auch in seinem Buch „Die Enden der Welt“ beschreibt und er war wirklich sehr sympathisch und locker. Jetzt versteh ich warum @buchkolumne und @krimimimi33 ihn so toll finden 🙂

Laut Ansage sollte Roger Willemsen dann noch über Argentinien reden, die ja das diesjährige Gastland waren, und ich machte mich dann auf die Suche nach dem Forum um Till Brönner auf der ARD-Fernsehbühne zu lauschen. Ich finde ja die Stimme von Till Brönner total toll und hör ihn einfach gerne reden, daher war das ein „auf jeden Fall Pflichttermin“ 🙂
Ich folgte also den Schildern zum Forum und landete dann in irgendeinem Gang wo mir durch viele Schilder mitgeteilt wurde ich solle doch bitte die Rolltreppe nach unten nutzen um zum Forum zu kommen. Einen Aufzug sah ich nicht während ich langsam durch den Gang fuhr und auch ein Hinweisschild schien man für überflüssig zu halten, vielleicht waren die Schilder durch die Rolltreppenhinweisschilder schon aufgebraucht? 😉
Ich fuhr da 2mal hoch und runter und fand nix (der Gang hatte eine leichte Steigung), also sprach ich eine Zettelverteilerin an, die konnte mir aber außer „Tut mir leid weiß ich auch nicht und seh ich jetzt auch keinen Hinweis“ auch nix sagen.
Also ab zum Infotisch, Antwort „hmmm … (er kuckt den Gang hoch) da vorne irgendwo … wenn Sie da links fahren dann ist da einer … glaub ich“

Soso … er glaubt .. na fein … also wieder bis ans Ende des Ganges gefahren (die Steigung hoch), nach links abgebogen und vor Klos gestanden – immerhin konnte ich von oben auf die Fernsehbühne schauen aber leider nix hören. Aber siehe da – zwischen Glasfront und Wand der Klos ist ein schmaler Gang, langefahren und in einem Restaurant gestanden um dann hinter einer Tür einen relativ großen Vorraum zu sehen und dort einen Aufzug zu finden. Naja, Aufzug im Restaurant ist ja auch mal was neues …
Im Aufzug dann das nächste Problem, wieder keinerlei aussagekräftige Beschriftung nur solche Dinge wie „0, OF, 1, via“ 0 war der richtige Knopf, 0F führt eine halbe Ebene zu hoch und dann steht man vor Stufen.
Fährt man aus dem Aufzug raus steht man vor 3 Türen, alle weiß, eine vorne, links und rechts, einzige Beschriftung der einen „Brandschutztür“, aber da ich Gemurmel hörte hab ich die linke probiert und traf beim Öffnen (etwas schwergängig) fast den dahinterstehenden Securitytypen.

Die ARD-Fernsehbühne war dann leider nicht sonderlich barrierefrei gestaltet – sehr schade, eigentlich hätte ich das irgendwie erwartet.
Vor der Bühne war eine weiße, glatte Fläche die über eine Stufe zu erreichen war, auf der Fläche standen Sitzhocker für alle und Kameras, daher war es schwierig da einfach schwungvoll an der einen Stelle wo es ging hochzukommen, ich hatte Angst ich werf dann versehentlich die Kamera um oder so. Einfach dort davor stehen bleiben ging auch nicht weil man dann so seitlich stand dass man das Publikum sah aber keinen Gast.
Also bin ich hinter das Publikum gefahren, auch keine Lösung denn direkt vor der Stufe standen einige hohe Holztische mit so Barhockersitzdingern und zwischen den Tischen war kein Platz sich durchzuquetschen um auf die weiße Fläche zu kommen und sich durch die Hocker zu pflügen.
Also stand ich hinter allen (die im Sitzen immer noch meist größer sind als ich) und vor allem direkt hinter einer Kamera (denn die standen an den Stellen wo keine Tische waren) und dem Kameramann.
Mit einer auf Dauer schmerzhaften Verrenkung nach links konnte ich dann immerhin so lange bis sich eine Frau hinsetzte sogar Till Brönners Kopf sehen.
Liebe ARD, da könntet ihr echt etwas verbessern, so taugt das nix…

Das Gespräch mit Till Brönner über sein Buch „Talking Jazz“ war ganz nett, er sprach über seine musikalischen Vorbilder, kurz über X-Factor, über Brüche im Leben und über den Jazz.

Dann wieder in den Aufzug und beschlossen die Fernsehbühne nur noch wenn da was wirklich wichtiges ist aufzusuchen, es ist mir zu nervig nur Hintern und Köpfe zu sehen.
Im Aufzug dann wieder das heitere Ratespiel „welchen knopf muss ich drücken“ – 1 ist es nicht, via war der richtige …

Dann wieder in Halle 4.1 beim Eichbornverlag vorbei, denn das rote Sofa wolte ich mir ja auch ankucken 😉 Und dort entdeckte ich dann wunderschöne Postkarten zum mitnehmen, Highlight ganz klar die Postkarten zum Buch von Shrigley – die waren witzig und toll. Von allen Karten wanderte also eine in meinen Rucksack – ich bin ja nicht gierig – im Nachhinein ärgere ich mich das es nur 1 war, denn ich hab sie noch am selben Tag verschenkt und nun selbst keine Shrigleykarte mehr weil sie dann aus waren. Mittlerweile begegneten mir immer mehr Menschen die tolle Taschen rumtrugen, z.B. Plastiktaschen von Langenscheidt oder eine weiße mit dem Aufdruck „Eine Tasche voller Spannung“, mangels Netz musste ich mich aber darauf verlassen dass ich den Stand schon finden werde ;).

Dann gings weiter in Halle 3.0 – zum Piper Verlag, dort dann gesehen das Klüpfel & Kobr an den Stand kommen an den nächsten Tagen und mal spontan riesig gefreut 🙂 und mich gewundert denn eigentlich ist freitags die Premiere von „Rauhnacht“ am Landestheater in Memmingen, die würde aber mit dem Aufenthalt auf der Messe am Donnerstag, Freitag und Samstag kollidieren ;).
In der Halle hab ich mich dann auch rettungslos verfahren und war dann von der schier nicht enden wollenden Suche nach dem richtigen Ausgang so genervt dass ich am liebsten sofort nach Hause wäre…
(der Ausgang zum Aufzug mit dem man die Ebene wechseln kann ist nur auf 1 Seite)
Ich war mittlerweile völlig reizüberflutet von den vielen Verlagen, Menschen, Gängen und total müde.

Das nächste Ziel musste dann also (nachdem ich irgendwann den Ausgang fand) der TAZ-Stand sein, denn via Twitter wurde mir der Kaffee als sehr gut und gratis ans Herz gelegt. Die Beschreibung Halle 3 oben, vorne, mitte half mir leider nicht so ganz weiter 😉
Aber ich habs dann gefunden irgendwann und dann auch gleich die FAZ-Bühne entdeckt auf der ja Till Brönner nochmals sprechen sollte.
Auch der Stand von Droemer Knaur war in der Halle, sowie auch der von Rowohlt – an letzterem entdeckte ich dann ziemlich problemlos Sascha Lobo (normalerweise hab ich echte Probleme Menschen zu erkennen) und bei Droemer Knaur war ich überwältigt von den beiden riesigen Regalen – das war echt Wahnsinn und schien wie ein wahrgewordener Traum 🙂 Die Regale waren innnen und außen mit unterschiedlichen Büchern verschiedener Genre befüllt.
Iny Lorentz hab ich dort auch am Stand gesehen, war aber vom Regal so überwältigt das ich sie nicht fotografiert hab *G*.
Der Kaffee bei der TAZ war wirklich sehr lecker und ich habe dann dort noch von den Schokobrownies probiert, alter Schwede waren die lecker! ich habe sofort und ohne zu überlegen eine Tüte gekauft, sooooooo lecker!!

Dann ging es zu Till Brönner und der FAZ Bühne, im Gegensatz zur ARD konnte man dort hochfahren und ich stand in der ersten Reihe, nur 2m oder so von Till Brönner entfernt – he’s so charming – das Gespräch zwischen Brönner und Ulrich Olshausen war deutlich informativer und tiefgehender als das vorher bei der ARD, man spürte bei beiden ganz deutlich das sie die Liebe zur Musik/zum Jazz verbindet und das auch H. Olshausen Ahnung zu haben scheint von dem was er fragt, es machte wirklich den Eindruck als hätte er das Buch gelesen und sich mit ihm beschäftigt.
Müsste ich wählen würde ich immer wieder das Gespräch bei der FAZ wählen.

Dann wollte ich schnell zu Lobo und fuhr zum Rowohlt-Stand weil ich dachte die Lesung aus „Strohfeuer“ wäre dort, möööp Fehler gemacht: gedacht statt auf dem Zettel nachgelesen, sie war in einem andern Gang/an einem andern Stand und so bekam ich davon nix mit.

Beim durch die Gänge streifen bekam ich auch noch ein Stück vom Gespräch über „Grauzone Hirntod“ mit, aber das war an einem Stand eines kirchl. Verlages und das merkte man – also bin ich dort wieder weg.

Die Lesung von Leonie Swann mittags wollte ich gerne hören, denn „Glennkill“ fesselte mich nicht wirklich und ich hoffte da vielleicht jetzt einen andern Zugang zu bekommen beim neuen Buch. Leider hatte ich mir den Namen des Verlages nicht notiert und ich fuhr zwar den ganzen Gang E ab, konnte aber nirgendwo jmd lesend entdecken.

Ebenfalls auf Twitter (ich ging immer mal wieder kurz online, denn Twitter geht ja selbst auf einem nicht so großen Handy *G* aber ich habe keine inetflat fürs Handy deshalb immer nur kurz) las ich das Glööckler bei Bastei Lübbe sein Buch vorstellt, bis zum dem Zeitpunkt wusste ich gar nicht das er eins hat und ich bin dort hin um zu sehen ob er mir real auch so unsympathisch/nervig erscheint wie im TV.
Allerdings war dort eine Menschenmenge und ich sah wieder nur Hinterteile und Beine und deshalb blieb ich nicht stehen.
Als ich da aber später in der Halle den Ausgang suchte fuhr ich fast in ihn rein, da war sein Termin am Stand schon ewig rum und ich fuhr da todmüde und desorientiert den Gang lang und habe nur weil ich die Stimme noch zuordnen konnte und sie mich irritierte genau geschaut und noch rechtzeitig gebremst – ich bin dann wieder ein Stück zurück, denn meine Motivation ausgerechnet in ein RTL Interview zu rollen hielt sich in engen Grenzen 😉

Den Abendtermin mit Leonie Swann musste ich streichen, denn da musste ich schon zum Zug, denn um 18:06 sollte es wieder gen Heimat gehen und ich sollte ja 10 min vorher am Gleis stehen in FFM Hbf.
Rückweg zur S-Bahn dann von Halle 3.1 in 7min geschafft … ächz …

Den Bus um viertel vor 8 hab ich dann auch noch gerade so gekriegt und war dann gegen viertel nach 8 sehr erschöpft aber mit einer Langenscheidt-Tasche (gabs immer zur vollen Stunde ein begrenztes Kontingent und eine nette Frau schenkte mir ihre, während sich sonst auch dort wieder zeigte das Buchmenschen nicht zwingend rücksichtsvoll sind, sondern wenn es um diese Taschen geht eher gierige Piranhas sind) wieder zuhause nachdem ich also 7 Stunden eigentlich nonstop auf der Messe rumfuhr. Das war auch deutlich merkbar an meiner Muskulatur im Schulter-/Nacken-/Armbereich und an meinen Daumen bildeten sich leichte Schwielen an der Daumeninnenseite (am mittleren Gelenk).

Fazit des Tages
: Bei ARD und ZDF sitzt man nicht in der 1. Reihe, bei der FAZ schon! Und: TAZ hat tollen Kaffee für den ich sogar gezahlt hätte. (die Spendendose hab ich erst am andern Tag entdeckt)

Schade war, dass man eine Ausgabe der „ZEIT“ nur bekam wenn man ein Probeabo abschloss das man selbst kündigen muss, sonst geht es in ein normales Abo über. Andere Zeitungen waren da kundenfreundlicher (und weniger datengierig, denn die Zeit brauchte dann ja Adresse und Kontodaten) und man konnte sich entweder Exemplare einfach so mitnehmen wie u.a. bei der Süddeutschen, der FAZ, der Welt und auch der TAZ. Die TAZ hat darüber hinaus auch nur Probeabos die von selbst auslaufen.
Hättet ihr das auch liebe Zeit dann hättet ihr euch vielleicht nicht wundern müssen das kaum jemand eure Zeitung haben will – als ich dort vorbei fuhr sprachen sie gerade darüber, dass sie ja noch kaum was losgekriegt haben.

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Geballte Kompetenz

Vorweg,  ja ich lebe noch – werde aber wohl weiterhin nur unregelmäßig bloggen, aber das dürfte eh kaum jemandem auffallen 😉

Nun zum Thema – es könnte mein Lieblingsthema werden glaube ich 😦 Meine Eliteuniversität und mein Alltag dort …

Ich muss gerade einiges recherchieren und musste dazu auf die Homepage der Unibibliothek, ich hab mir da jetzt ein paar Bücher vorbestellt und zwar sowohl in der Hauptbib als auch in meiner Institutsbibliothek.

Heute will ich eigentlich einen Bibliotheksrundgang starten, Bücher einsammeln und dann über das WE lesen und viel schreiben, so weit so gut…

Eigentlich muss man um in die Haupbibliothek zu kommen in eine Seitengasse dort auf einen unscheinbaren Klingelknopf drücken und dann mitteilen das man gerne herein möchte um dann zu warten bis der Mensch mit dem Schlüssel für das Tor, die Tür und den Aufzug kommt. Alleine diese Warterei und Erklärerei ist schon lästig und zeitfressend, wirklich intelligent ist aber die sehr kurze und damit sehr steile Rampe die dann in das Gebäude führt (Holzrampe und es wäre noch Platz um sie zu verlängern) und die gleichzeitig nach innen zu öffnende Tür (die so ein ich-geh-von-selbst-wieder-zu Ding hat das ziemlich straff eingestellt ist) – ich kenne bisher noch niemand der die Rampe alleine hochkommt …

Schon seit einer Weile wird groß umgebaut, die Aussage Ende Juli war „so in 5 Jahren soll es fertig sein – dann haben wir ein neues Treppenhaus, das ist dann für Rollstulfahrer“ – ein Grinsen habe ich mir daraufhin tapfer verkniffen 😉

Nun las ich vorhin zufällig im Blog der Bib das der Zugang für Rollstuhlfahrer nun nicht mehr über den üblichen Seiteneingang möglich ist und man nun über die auf der anderen Gebäudeseite liegende Straße reinkommen soll. mein erster Gedanke „ah okay“, der unmittelbar nächste „äh und wo genau?“ Die Straße besteht nämlich aus vielen Türen und mir war bisher überhaupt nicht bewusst das eine davon zu irgendeiner Art von barrierefreiem Zugang der Bib führen könnte … eine Klingel gibt es dort schon gar nicht.

Möglich wäre das man meint ich solle von der Straße aus in den Innenhof gehen (Kopfsteinpflaster mit tiefen Löchern) um dann wieder vor der Tür mit der kurzem Rampe zu stehen … allerdings gibts dann da immer noch keine Klingel und somit käme ich gar ncht zur Tür hinein und könnte auch nicht mit dem Aufzug fahren – da es nur ein Seiteneingang ist hat man auch eher keine Chance auf sich aufmerksam zu machen. Und ich würde eigentlich ja davon ausgehen das die Tür dort gar nicht passierbar ist wg den Umbauen denn sonst könnte ich ja auch durch das normale Tor gehen …

Außerdem steht auf dem Blog das morgen die Aufzüge und die Telefonanlage außer Betrieb sind – super, damit habe ich also wirklich keine Chance mich bemerkbar zu machen, vielen Dank!

Das für mich Ärgerliche an der Sache sind verschiedene Dinge:

1. Ich erfahre davon zufällig(!) auf einem Blog, nicht direkt gut erkennbar auf der Hauptseite der Bib (ich habe das erst vorhin entdeckt obwohl ich schon seit Tage online nach Büchern recherchiere auf der Seite der UB) und vor allem erfahre ich es nicht von dem Behindertenbeauftragten der Uni zu dessen Newsletter ich sogar angemeldet bin. Statt dessen erfahre ich vom Behindertenbeauftragten per Newsletter von irgendwelchen Workshops die in irgendwelchen Käffern stattfinden und nicht so ganz günstig sind. Die wirklich relevanten Dinge die so gegen Semesterende (Hausarbeitszeit) sicher nicht nur mich betreffen erfahre ich nicht. Eigentlich sähe ich das(!) als die Aufgabe eines Behindertenbeauftragten der mich mit seinem Newsletter über wichtige Dinge auf dem Laufenden halten will.

2. Dieser sehr dürftige Blogbeitrag – einfach nur zu schreiben „Zugang über Grabengasse“ bedeutet das man es sich sehr einfach macht. Ichbin schon einige Jahre an der Uni und ein paar Jahre war mein Institut direkt angrenzend an die Bibliothek (ich bin dort also wirklich oft vorbei) und mir ist absolut unklar wie ich entweder in die Bibliothek kommen kann oder aber wenigstens nach einem Angestellten klngeln kann. Den Behindertenbeauftragten brauche ich gar nicht fragen, denn der hat von absolut nichts Ahnung – und das obwohl er schon viel länger dort ist als ich dort studiere.

Woher ich das weiß? Die Erfahrung hab ich schon gemacht … ich wollte wissen ob ein Gebäude rollstuhlzugänglich ist. Das Gebäude ist sehr alt und besitzt außen sogar einen Türöffner, innen habe ich jedoch (als ich noch laufend unterwegs war) obwohl ich danach Ausschau hielt (die Treppen waren steil und lang) nie einen Aufzug oder auch nur einen Hinweis darauf entdeckt. (auch der Gang vor dem Hörsaal war nur blanke Betonwand und die Hörsaaltür, keine Aufzugtür – es sei denn es gäb die in Betonoptik ;)) Auf der Homepage des Behindertenbeauftragten stand nur man solle ihn fragen wenn man was zur Zugänglichkeit wissen wolle oder aber im kommentierten Vorlesungsverzeichnis nachlesen. Im kommentierten Vorlesungsverzeichnis standen aber nur alle möglichen anderen Räume, zu dem benötigten Gebäude gab es absolut keine Information – also habe ich eine EMail geschrieben.

Ich habe ganz freundlich gefragt ob es in den Gebäude einen Aufzug gäbe und wenn ja wo, denn er wäre mir nie aufgefallen. Als Antwort kam nach 2 oder 3 Tagen: „Das kann ich Ihnen auch nicht sagen.“ und der Hinweis ich solle doch hinfahren und nachfragen.

Ja, vielen Dank! Da wär ich alleine wirlich nicht drauf gekommen, ehrlich nicht … und eigentlich habe ich die Mail auch nur aus Langeweile geschickt weil ich dem Irrtum aufsaß das mir der Behindertenbeauftragte der schon seit Jahren dort arbeitet da weiterhelfen könnte. Und ich dachte wenn er das nicht wüsste dann könnte er das innerhalb 1 Minute per Telefon abklären während ich erst 15 Minuten per Bus hinfahren muss. Eigentlich dachte ich auch nicht nur das er es KÖNNTE sondern das er es gerne machen WÜRDE, weil es sein Job ist mir Auskünfte zu geben bzw. weiterzuhelfen. Aber okay, so kann man sich täuschen…

Das ist geballte Kompetenz an einer Eliteuniversität – da studiert man doch gerne!

Witzig ist auch das ich eben auf der Suche nach Informationen über den Umbau auf der Infohomepage des Behindertenbeauftragten war und dort dann die Ergebnisse einer Zufriedenheitsumfrage fand (die wurde dieses Jahr durchgeführt): man wunderte sich über die sehr geringe Teilnehmerzahl und warum welche der Teilnehmenden weder Homepage noch Infoblättchen oder Newsletter als hilfreich empfinden.

Das Infoheftchen von diesem Jahr beinhaltet:

– 1 Seite Vorstellung einer neuen Mitarbeiterin (Name, Alter, Studiengang, allg. Geblubber wie „ich bin ja so froh da arbeiten zu dürfen“ etc)

– 1 Seite: Hinweis auf den Stammtisch für Hörbehinderte

2 Seiten: Bericht über die Umfrage

1 Seite: sehr allgemein gehaltener Praktikumsbericht eines Studenten (die waren alle so toll, es war alles so interessant, ich hab so viel gelernt, das Team war so nett zu mir, ich durfte mit in Beratungsgespräche, ich durfte kucken ob die HP aktuell ist)

2 Seiten Bericht einer der HiWis das ihre Freunde fragen was sie da arbeitet und das man es eigentlich nicht pauschal beantworten kann (ja, sie hat es geschafft 2 Seiten mit irgendwie nichts zu füllen)

1 Seite Inhaltsverzeichnis

1 Seite Vorwort: Das Inhaltsverzeichnis ist nochmal in Textform gepackt

Und das war’s – und da wundert ihr euch das man es nicht informativ findet???! Die einzig interessante Sache wäre vielleicht die Tatsache das es einen Stammtisch von Hörbehinderten gibt, aber das ist für mich nicht relevant weil ich nicht hörbehindert bin. Auch okay ist die Erwähnung der Umfrageergebnisse, auch wenn sie mir persönlich zu allgemein waren und nicht aufführten was ihr aus der Umfrage heraus konkret verändern wollt. Der Rest war seitenweise „Berichte über die Arbeit“ (haha) in denen statt konkreten Dingen nur drin steht „wir ham uns alle lieb & es ist so toll bei uns und wir arbeiten total wichtiges Zeug“ (so wichtig das nicht verraten wird was 😉 )

Informativ wäre die Sache z.B. gewesen wenn dort der Umbau der Universitätsbibliothek überhaupt mal erwähnt worden wäre oder eine Information wo genau zukünftig der barrierefreie Zugang zu finden ist. Und das war alles auch beim Druck des Infoheftchens schon bekannt, denn das ist vom Juni und bereits im November letzten Jahres erwähnte der Bibliotheksschlüsselchef (bei dem Gespräch bei dem er der Freundin den Schlüssel verweigerte) das Umbaumaßnahmen anstehen die den Eingang für Rollstuhlfahrer betreffen werden.

Jetzt mach ich mich schleunigst auf ins Bett, schließlich werde ich meine Nerven für die Suche nach dem Eingang wohl noch brauchen müssen denke ich … und unausgeschlafen bin ich so gereizt…

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