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Skulduggery Pleasant – Sabotage im Sanktuarium

Juhuu – da war er endlich!! Der vierte Band der Reihe von Derek Landy um den Skelett-Gentleman mit der Feuerhand und seine Freundin Walküre. Der Vorgängerband „Das Groteskerium kehrt zurück“ endete ja soooo fies und am liebsten hätte ich sofort Band 4 in den Fingern gehabt … immer wieder musste ich fast zwanghaft zu Amazon um herauszufinden ob es schon einen Veröffentlichungstermin gibt … und dann gab es ihn endlich, welch große Freude!

Ich kenne die Reihe um Skulduggery schon ne ganze Weile weil eine Bekannte von ihr schwärmte und sie mir sehr nahe legte, sie beschrieb die Bücher als unglaublich witzg und unterhaltsam – ich las mir den Klappentext durch und traute mich nicht ran, weil da von Skeletten und magischen Dingen die Rede war und ich mit fantastischen Büchern eigentlich kaum etwas anfangen kann (Ausnahme: Harry Potter und die Tinten-Reihe von Funke). Also war die Reihe für mich eigentlich erledigt und dann stieß ich bei frueherlesen.de auf eine Verlosung des 3. Band bei der es 10 Rezensionsexemplare vorab gab. Da dachte ich „hmm du kannst es ja mal probieren, du gewinnst eh eigentlich nie was und wenn es dir nicht zusagt freut sich die Bekannte“ – und tadaaa ich gewann sogar … und ich habe wirklich verschlungen und war sofort süchtig.

Auch Band 4 gab es bei frueherlesen und man mag es kaum glauben, aber ich gewann tatsächlich nochmals – ich konnte es zumindest kaum glauben, aber freute mich riesig.
Band 3 hatte ein gemeines Cliffhänger-Ende und so musste ich mich in der Hausarbeitsendphase zwingen nicht sofort mit lesen anzufangen.
Und es war wie nach Hause kommen, auch wenn Skulduggery ja zuerst sehr fehlte. Schade, aber ja auch irgendwie passend fand ich dass Skuldggery nicht wirklich auf dem Cover war.
Der Klappentext sagt folgendes über das Buch:

Seit der großen Schlacht ist Skulduggery in der Welt der Gesichtslosen verschwunden. Nur ein Wunder kann ihn jetzt noch retten – oder Walküre: Sie muss ganz schnell seinen Kopf finden, der ihm einst von drei Kobolden in Irland gestohlen wurde. Während Walküre um die halbe Welt reist, wird der Magier Skarabäus nach 200 Jahren Gefängnis entlassen. Zwar hat er seine Zauberkräfte eingebüßt, doch seine Rachelust ist ungebrochen. Sofort schart er einen Kreis der schlimmsten Übeltäter um sich, unter ihnen auch Remus Crux, der die Seiten gewechselt hat. Sie alle können Skulduggerys Rückkehr kaum erwarten – denn jeder Einzelne von ihnen hat noch eine Rechnung mit ihm offen …

Das Buch las sich wie alle Bände der Reihe flüssig und zügig. Manches Mal war ich jedoch etwas verwirrt von den ganzen Namen – aber das ist ein Problem von mir und meinem Namensgedächtnis – die Geschichte war spannend wie immer und Walküre und Skulduggery waren witzig wie immer. Diese Reihe kann ich wirklich jedem nur empfehlen – ich würde am Liebsten Band 5 direkt hintendran hängen. Das Ende ist mal wieder interessant auch wenn nicht ganz so gemein wie im Band vorher.
Etwas schade fand ich, dass die Eigenarten von Wallküres Spiegelbild nicht so zum Tragen kamen wie ich eigentlich vermutet hätte, aber dafür ging die Geschichte in eine andere spannende Richtung …

Die Info das nur 9 Bände geplant sind (hab ich in der Wikipedia gelesen) macht mich allerdings etwas traurig muss ich gestehen.

Schon das Buch alleine hat mindestens eine extra dicke Empfehlung verdient, getoppt wird es nur noch von den wirklich genial gelesenen Hörbüchern dazu – Rainer Strecker liest das wirklich absolut großartig (eigentlichbin ich bei Hörbüchern immer etwas skeptisch) und ich htte am Liebsten immer das HC und das Hörbuch dazu.
Die Lesung von Rainer Strecker aus dem neuen Band zählt für mich definitiv zu den Highlights der Buchmesse 2010.

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Da ist sie

Ja, da ist sie nun … die Alternative zu Tauschticket die auf Grund dieser Umfrage entstand.

Es ist ein Es und es heißt Swappii und ist grün und gesund ;).

Natürlich ist der Bestand noch gering, aber das war ja damals bei Buchticket auch nicht anders.
Ich finde sie sehr übersichtlich gestaltet und der Tauschvorgang erfolgt so simpel wie von Tauschticket gewohnt.
Unterschied von Swappii zu Tauschticket ist aber das es nur 4 Swappiis gibt und nicht 5 Tickets.
Auch ein Forum gibt es dort das deutlich mehr bietet als das Tauschticketforum, ich persönlich finde es schon gestalterisch schöner als mBdB, sogar Suchaufträge (die ich bei mBdB wirklich vermisse) gibt es dort.

Also meldet euch an und füllt die Regale 😀

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Erfahrungen Book2Book – Nachlese

Wie schon hier und hier erwähnt habe ich auf der Suche nach einer Tauschticketalternative auch Book2Book ausprobiert und anfangs sah das ja gar nicht so schlecht aus. Ich hatte dort 2 Coupons, 1 wg x eingestellten Artikeln und 1 weil ich tatsächlich ein Buch vertauschte.
Die wollte ich natürlich gleich wieder umsetzen und hatte bei der sehr begrenzten Auswahl ja nicht so viele Möglichkeiten. Also versuchte ich es mit einem Black Dagger Band in schlechtem Zustand und dachte vielleicht werd ich ihn ja irgendwo anders wenigstens noch los. Nach einigen Tagen wurde der Tausch abgelehnt.
Dann tauschte ich noch „Todeskünstler“ als TB, brauch ich eigentlich nicht weil ich es als HC habe und als solche die Reihe auch sammle, aber vielleicht nimmt es ja wer bei einer andern Börse.
Der Tausch wurde sogar bestätigt und bis heute habe ich kein Buch erhalten (Tausch um den 25.9 herum) und es gab auch keine weitere Rückmeldung.

Für den verbliebenen coupon forderte ich „Nackt am Grill“ an – sagte mir gar nix war aber immerhin aus 2010, auch diese Anforderung wurde abgelehnt.
In meiner Not und mangels Auswahl forderte ich dann „Mieses Karma“ an, brauch ich nicht unbedingt und vertauschen lässt es sich auch eher nicht, aber immerhin was gekriegt für den Coupon.
Der Tausch wurde sogar bestätigt und das Buch erhielt ich auch so zügig wie man das von einer Büchersendung erwarten kann. Leider war es nur in einem Papierumschlag verpackt, der Zustand war aber okay.

Ich glaube nicht das „Der Todeskünstler“ hier noch ankommt und so weit ich das sehe gibt es für diesen Fall bei Book2Book keine Möglichkeit seinen Coupon wiederzukriegen.
Wenn ich mich noch richtig erinnere kann man bei der Bewertung auch keinen kommentar schreiben sondern nur Sterne verteilen, so dass ich weder mitteilen kann dass von dem Tauschpartner nix ankam noch meinen Coupon wiederkriegen kann – ganz schlecht.

Schade, aber so ist Book2Book ganz abgesehen vom eher mauen Angebot, nicht zu empfehlen.

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2. Tag der Buchmesse, Donnerstag

Der Mobserv war gebucht, der Tagesplan sah folgendermaßen aus:
10:30 Uhr Ferdinand v. Schirach, ARD-Bühne
11:15 Uhr Sind wir nicht alle ein bisschen Ego v. Precht, Halle 4.1 B139
12 Uhr Flattr und die Buchbranche, Halle 4.0 D1352
13 Uhr Web 2.0 in der Buchbranche
(bei beiden Vorträgen war ich mir gar nicht sicher ob ich da als „Normalo“ reindurfte)
13-14 Uhr Sebastian Fitzek am Droemer Knaur Stand
13:30 Uhr Zoran Drvenkar „Du“, Halle 4.1 Q561
14 Uhr Lesung Studentenleben, Lesezelt
14:15 Uhr Twittagessen „Aubergine“
16 Uhr Lesung Oliver Rohrbeck, Halle 3.0 F365

Ein wunderbarer Tagesplan mit vielen Terminen de ich gerne sehen wollte.
Allerdings war mir beim Aufstehen morgens um 6 schon so übel, dass ich den Messetag kurzerhand strich und mich beim Mobserv via Mail abmeldete.
Als es mir später besser ging wäre ja das rechtzeitige Vormelden eher schwierig gewesen und so fiel der Messetag für mich ins Wasser 😦
Ich nutzte ihn dann um meinen Muskelkater mit meinem Heizkissen zu pflegen so dass er freitags wieder weg war.

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Buchmesse 2010 – Mittwoch, 1. Tag

(Bilder kommen noch)
Dieses Jahr sollte sie anstehen, endlich, meine erste Buchmesse … seit Jahren schon stieß ich jedes Mal wenn ich wieder erst in den Nachrichten daran erinnert wurde einen lauten Schrei aus (sehr zum Leidwesen der dann Anwesenden) „aaaaaaaah Büüüüücher, ich will da hiiiin“.
Letztes Jahr war es fest eingeplant – und ich lag mit 40° Fieber in meinem Bett und schaffte es noch nicht einmal richtig dem Livestream des Blauen Sofas zu folgen.

Dieses Jahr stellte sich pünktlich zur Buchmesse ebenfalls wieder erhöhte Temperatur ein, die „ich bin total platt und will nur schlafen“ Phase konnte ich aber vor der Messe überwinden und so konnte ich am Mittwoch, nach einer Nacht mit wenig Schlaf (3 Stunden – ich war wohl doch zu aufgeregt) und fiebersenkenden Medis bewaffnet (man weiß ja nie ob man es braucht) in den Zug.
8:21 Uhr war Abfahrt, das hieß um 6 Uhr aufstehen denn ich musste ja erst noch um 7:28 in den Bus, um rechtzeitig 10 min vor Abfahrt auf dem Gleis zu sein, und es bedeutete, dass ich so gegen 10 Uhr auf der Messe ankommen sollte.

Natürlich bin ich erst mal sehr zielsicher mit dem falschen Aufzug zur S-bahn gefahren 😉 Also, wieder hoch und wieder runter und dann ab zur Messe.
Dort dann den Leuten auf der Rolltreppe nachgeschaut und ab zum Aufzug 🙂
Und dann stand ich, nach leichter Quälerei mit der Eingangstür – automatisch öffnende fallen wohl unter Luxus – im Gebäude und sah als erstes den Taschendurchsuchungstisch, also brav dort hin. Da ich keine Messer oder Waffen dabei hatte durfte ich dann weiter 😉 (liebe Kontrolleure, WENN ich sowas reinschmuggeln wollte dann sicher nicht in meinem Rucksack ehrlich gesagt).
Oben an der Wand war dann rechts ein kleines, grünes Rollstuhlsymbol also bin ich da mal hingefahren und stand vor einem verschlossenen Glastürchen. Der Mann in der Kassenkabine nebenan wirkte leicht überfordert als ich sagte „ich bin mal dem Symbol gefolgt und hoffe das ich hier richtig bin“ er suchte dann mit den Augen das Symbol und seinem Blick nach schien er es nicht zu sehen ;), dann schaute er ratlos auf grüne und rote Knöpfe vor sich und probierte dann mutig den grünen aus – tadaaa das Törchen öffnete sich und ich war drin 🙂

Dann folgte ich einfach der Masse, blind sollte man das nicht tun 😉 Ich erkannte die Rolltreppe immerhin noch rechtzeitig und konnte in Richtung Aufzug abbiegen *G*
Der Aufzug war der einzige auf dem Gelände der total alt aussah und komische Knackgeräusche von sich gab.
Wirklich doof war aber das es dort keinerlei Beschriftung gab, nur Knöpfe mit „0“, „1“ und „2“ und ich wusste gar nicht in welchem Stock ich eigentlich gerade bin. Also drückte ich auf „0“ und landete draußen und vor irgendeiner Halle in die ich einfach mal rein bin … es war eine Halle mit ausländischen Verlagen und es waren wohl nordische Verlage oder so.
Dort bin ich relativ zügig wieder raus 😉 und dachte etwas ernüchtert „das ist also diese Messe auf die du seit Jahren hinfieberst … nunja … sieht leer aus und du verstehst kein Wort“.
Dann ging es außen an der Halle vorbei, eine leichte Steigung hoch und ich sah etwas neidisch den nicht barrierefreien Messebussen hinterher …
Dann bin ich sehr spontan in Halle 4.1 abgebogen und dort hatte der Termin mit dem argentinischen Autor Ariel Magnus und seinem Buch „Der Chinese auf dem Fahrrad“ noch nicht begonnen und ich war zu hibbelig um dort zu stehen und zu warten 😉 also weiter durch die Halle in der Büüücher waren und POSTKARTEN – verdammt, auf Lesezeichen war ich vorbereitet und hatte versucht den Lesezeichensammler in mir zu zügeln, aber niemand hatte mich vor Postkarten gewarnt …. ächz … und dann waren es auch noch Karten mit der Maus aus „Die Sendung mit der Maus“ und noch vom Maulwurf und Petzi und andern tollen Kinderfiguren, so wie auch wirklich welche mit witzigen Motiven/Sprüchen … 10 Stk – 7,50€.
Ich war tapfer und bin unter Bezwingung des Kartenkaufteufelchens weiter – aber es war ja nicht der einzige Kartenstand …

Eigentlich sah mein Mittwochsplan so aus:
10:30 Chinese auf dem Fahrrad, Magnus, Halle 4.1 Q561
11:30 Blaue Sofa, Willemsen, Übergang 5/6
12:30 Till Brönner, ARD Fernsehbühne, Ebene 0 Forum
13 Uhr isländische Krimis, Halle 5.0
13:15 Analphabet liest, Halle 4.0
15:30 Grauzone Hirntod, Halle 3.1 E170
16 Uhr Till Brönner, Gespräch FAZ, Halle 3.1 D154
16 Uhr Sascha Lobo, Halle 3.1 D101 (da geht etwas länger als Brönner)
17 Uhr Leonie Swann, Autor am Stand, Goldmann, Halle 3.0 E109
und via Twitter dann schon auf der Messe aufgeschnappt
13:15 Leonie Swann, Garou, Halle 3.0 E111

Wie man sieht überschneidet sich einiges, das wollte ich mir so flexibel wie möglich halten denn ich habe ja kein Smartphone und kann deshalb mit meinem normalen Handy nur beschränkt ins Internet und der Messekatalog in gedruckter Form kostete 23€ – zu teuer nach meinem Empfinden.
Also musste alles sehr genau im Voraus geplant sein, denn sonst wäre ich rettungslos verloren gewesen.

Nachdem ich den 1. Termin also schon mal strich machte ich mich auf dem Weg zum „Blauen Sofa“ des ZDF, das muss man ja eh mal gesehen haben 😉 Außerdem wollte ich wissen wo es ist – die Gänge sind lang und mehr als antreiben kann ich meine Räder ja nicht.
Ich hab es auch gefunden, und stellte fest das Roger Willemsen da schon längst saß obwohl es noch vor 11 war – man hatte den Termin vorgezogen weil die Vorgängerin nicht kam – hmpf!
Das was ich noch hören konnte fand ich aber sehr interessant und unterhaltsam.
Sehen konnte ich nicht sehr viel – wenn nur unter merkwürdigen Verrenkungen (und das auch nicht all zu lange) – denn ich stand seitlich zum Sofa und die Presse erwies sich leider als ziemlich rücksichtslos und platzierte sich genau vor meinem Rollstuhl (nachdem er sich vorbeiquetschte und noch mit der Kamera am Griff hängen blieb).
Auffällig war auch, dass ich den Eindruck hatte der ZDF Kameramann filmte ab dem Zeitpunkt an dem ich da stand eigentlich nicht mehr in die Richtung, erst wieder als ich durch die Kameraleute total verdeckt war, alle anderen Richtungen wurden weiterhin gefilmt 😉
Hey ZDF – SO hässlich ist mein Rollstuhl nun auch nicht 😉
Roger Willemsen sprach über seine Reisen die er auch in seinem Buch „Die Enden der Welt“ beschreibt und er war wirklich sehr sympathisch und locker. Jetzt versteh ich warum @buchkolumne und @krimimimi33 ihn so toll finden 🙂

Laut Ansage sollte Roger Willemsen dann noch über Argentinien reden, die ja das diesjährige Gastland waren, und ich machte mich dann auf die Suche nach dem Forum um Till Brönner auf der ARD-Fernsehbühne zu lauschen. Ich finde ja die Stimme von Till Brönner total toll und hör ihn einfach gerne reden, daher war das ein „auf jeden Fall Pflichttermin“ 🙂
Ich folgte also den Schildern zum Forum und landete dann in irgendeinem Gang wo mir durch viele Schilder mitgeteilt wurde ich solle doch bitte die Rolltreppe nach unten nutzen um zum Forum zu kommen. Einen Aufzug sah ich nicht während ich langsam durch den Gang fuhr und auch ein Hinweisschild schien man für überflüssig zu halten, vielleicht waren die Schilder durch die Rolltreppenhinweisschilder schon aufgebraucht? 😉
Ich fuhr da 2mal hoch und runter und fand nix (der Gang hatte eine leichte Steigung), also sprach ich eine Zettelverteilerin an, die konnte mir aber außer „Tut mir leid weiß ich auch nicht und seh ich jetzt auch keinen Hinweis“ auch nix sagen.
Also ab zum Infotisch, Antwort „hmmm … (er kuckt den Gang hoch) da vorne irgendwo … wenn Sie da links fahren dann ist da einer … glaub ich“

Soso … er glaubt .. na fein … also wieder bis ans Ende des Ganges gefahren (die Steigung hoch), nach links abgebogen und vor Klos gestanden – immerhin konnte ich von oben auf die Fernsehbühne schauen aber leider nix hören. Aber siehe da – zwischen Glasfront und Wand der Klos ist ein schmaler Gang, langefahren und in einem Restaurant gestanden um dann hinter einer Tür einen relativ großen Vorraum zu sehen und dort einen Aufzug zu finden. Naja, Aufzug im Restaurant ist ja auch mal was neues …
Im Aufzug dann das nächste Problem, wieder keinerlei aussagekräftige Beschriftung nur solche Dinge wie „0, OF, 1, via“ 0 war der richtige Knopf, 0F führt eine halbe Ebene zu hoch und dann steht man vor Stufen.
Fährt man aus dem Aufzug raus steht man vor 3 Türen, alle weiß, eine vorne, links und rechts, einzige Beschriftung der einen „Brandschutztür“, aber da ich Gemurmel hörte hab ich die linke probiert und traf beim Öffnen (etwas schwergängig) fast den dahinterstehenden Securitytypen.

Die ARD-Fernsehbühne war dann leider nicht sonderlich barrierefrei gestaltet – sehr schade, eigentlich hätte ich das irgendwie erwartet.
Vor der Bühne war eine weiße, glatte Fläche die über eine Stufe zu erreichen war, auf der Fläche standen Sitzhocker für alle und Kameras, daher war es schwierig da einfach schwungvoll an der einen Stelle wo es ging hochzukommen, ich hatte Angst ich werf dann versehentlich die Kamera um oder so. Einfach dort davor stehen bleiben ging auch nicht weil man dann so seitlich stand dass man das Publikum sah aber keinen Gast.
Also bin ich hinter das Publikum gefahren, auch keine Lösung denn direkt vor der Stufe standen einige hohe Holztische mit so Barhockersitzdingern und zwischen den Tischen war kein Platz sich durchzuquetschen um auf die weiße Fläche zu kommen und sich durch die Hocker zu pflügen.
Also stand ich hinter allen (die im Sitzen immer noch meist größer sind als ich) und vor allem direkt hinter einer Kamera (denn die standen an den Stellen wo keine Tische waren) und dem Kameramann.
Mit einer auf Dauer schmerzhaften Verrenkung nach links konnte ich dann immerhin so lange bis sich eine Frau hinsetzte sogar Till Brönners Kopf sehen.
Liebe ARD, da könntet ihr echt etwas verbessern, so taugt das nix…

Das Gespräch mit Till Brönner über sein Buch „Talking Jazz“ war ganz nett, er sprach über seine musikalischen Vorbilder, kurz über X-Factor, über Brüche im Leben und über den Jazz.

Dann wieder in den Aufzug und beschlossen die Fernsehbühne nur noch wenn da was wirklich wichtiges ist aufzusuchen, es ist mir zu nervig nur Hintern und Köpfe zu sehen.
Im Aufzug dann wieder das heitere Ratespiel „welchen knopf muss ich drücken“ – 1 ist es nicht, via war der richtige …

Dann wieder in Halle 4.1 beim Eichbornverlag vorbei, denn das rote Sofa wolte ich mir ja auch ankucken 😉 Und dort entdeckte ich dann wunderschöne Postkarten zum mitnehmen, Highlight ganz klar die Postkarten zum Buch von Shrigley – die waren witzig und toll. Von allen Karten wanderte also eine in meinen Rucksack – ich bin ja nicht gierig – im Nachhinein ärgere ich mich das es nur 1 war, denn ich hab sie noch am selben Tag verschenkt und nun selbst keine Shrigleykarte mehr weil sie dann aus waren. Mittlerweile begegneten mir immer mehr Menschen die tolle Taschen rumtrugen, z.B. Plastiktaschen von Langenscheidt oder eine weiße mit dem Aufdruck „Eine Tasche voller Spannung“, mangels Netz musste ich mich aber darauf verlassen dass ich den Stand schon finden werde ;).

Dann gings weiter in Halle 3.0 – zum Piper Verlag, dort dann gesehen das Klüpfel & Kobr an den Stand kommen an den nächsten Tagen und mal spontan riesig gefreut 🙂 und mich gewundert denn eigentlich ist freitags die Premiere von „Rauhnacht“ am Landestheater in Memmingen, die würde aber mit dem Aufenthalt auf der Messe am Donnerstag, Freitag und Samstag kollidieren ;).
In der Halle hab ich mich dann auch rettungslos verfahren und war dann von der schier nicht enden wollenden Suche nach dem richtigen Ausgang so genervt dass ich am liebsten sofort nach Hause wäre…
(der Ausgang zum Aufzug mit dem man die Ebene wechseln kann ist nur auf 1 Seite)
Ich war mittlerweile völlig reizüberflutet von den vielen Verlagen, Menschen, Gängen und total müde.

Das nächste Ziel musste dann also (nachdem ich irgendwann den Ausgang fand) der TAZ-Stand sein, denn via Twitter wurde mir der Kaffee als sehr gut und gratis ans Herz gelegt. Die Beschreibung Halle 3 oben, vorne, mitte half mir leider nicht so ganz weiter 😉
Aber ich habs dann gefunden irgendwann und dann auch gleich die FAZ-Bühne entdeckt auf der ja Till Brönner nochmals sprechen sollte.
Auch der Stand von Droemer Knaur war in der Halle, sowie auch der von Rowohlt – an letzterem entdeckte ich dann ziemlich problemlos Sascha Lobo (normalerweise hab ich echte Probleme Menschen zu erkennen) und bei Droemer Knaur war ich überwältigt von den beiden riesigen Regalen – das war echt Wahnsinn und schien wie ein wahrgewordener Traum 🙂 Die Regale waren innnen und außen mit unterschiedlichen Büchern verschiedener Genre befüllt.
Iny Lorentz hab ich dort auch am Stand gesehen, war aber vom Regal so überwältigt das ich sie nicht fotografiert hab *G*.
Der Kaffee bei der TAZ war wirklich sehr lecker und ich habe dann dort noch von den Schokobrownies probiert, alter Schwede waren die lecker! ich habe sofort und ohne zu überlegen eine Tüte gekauft, sooooooo lecker!!

Dann ging es zu Till Brönner und der FAZ Bühne, im Gegensatz zur ARD konnte man dort hochfahren und ich stand in der ersten Reihe, nur 2m oder so von Till Brönner entfernt – he’s so charming – das Gespräch zwischen Brönner und Ulrich Olshausen war deutlich informativer und tiefgehender als das vorher bei der ARD, man spürte bei beiden ganz deutlich das sie die Liebe zur Musik/zum Jazz verbindet und das auch H. Olshausen Ahnung zu haben scheint von dem was er fragt, es machte wirklich den Eindruck als hätte er das Buch gelesen und sich mit ihm beschäftigt.
Müsste ich wählen würde ich immer wieder das Gespräch bei der FAZ wählen.

Dann wollte ich schnell zu Lobo und fuhr zum Rowohlt-Stand weil ich dachte die Lesung aus „Strohfeuer“ wäre dort, möööp Fehler gemacht: gedacht statt auf dem Zettel nachgelesen, sie war in einem andern Gang/an einem andern Stand und so bekam ich davon nix mit.

Beim durch die Gänge streifen bekam ich auch noch ein Stück vom Gespräch über „Grauzone Hirntod“ mit, aber das war an einem Stand eines kirchl. Verlages und das merkte man – also bin ich dort wieder weg.

Die Lesung von Leonie Swann mittags wollte ich gerne hören, denn „Glennkill“ fesselte mich nicht wirklich und ich hoffte da vielleicht jetzt einen andern Zugang zu bekommen beim neuen Buch. Leider hatte ich mir den Namen des Verlages nicht notiert und ich fuhr zwar den ganzen Gang E ab, konnte aber nirgendwo jmd lesend entdecken.

Ebenfalls auf Twitter (ich ging immer mal wieder kurz online, denn Twitter geht ja selbst auf einem nicht so großen Handy *G* aber ich habe keine inetflat fürs Handy deshalb immer nur kurz) las ich das Glööckler bei Bastei Lübbe sein Buch vorstellt, bis zum dem Zeitpunkt wusste ich gar nicht das er eins hat und ich bin dort hin um zu sehen ob er mir real auch so unsympathisch/nervig erscheint wie im TV.
Allerdings war dort eine Menschenmenge und ich sah wieder nur Hinterteile und Beine und deshalb blieb ich nicht stehen.
Als ich da aber später in der Halle den Ausgang suchte fuhr ich fast in ihn rein, da war sein Termin am Stand schon ewig rum und ich fuhr da todmüde und desorientiert den Gang lang und habe nur weil ich die Stimme noch zuordnen konnte und sie mich irritierte genau geschaut und noch rechtzeitig gebremst – ich bin dann wieder ein Stück zurück, denn meine Motivation ausgerechnet in ein RTL Interview zu rollen hielt sich in engen Grenzen 😉

Den Abendtermin mit Leonie Swann musste ich streichen, denn da musste ich schon zum Zug, denn um 18:06 sollte es wieder gen Heimat gehen und ich sollte ja 10 min vorher am Gleis stehen in FFM Hbf.
Rückweg zur S-Bahn dann von Halle 3.1 in 7min geschafft … ächz …

Den Bus um viertel vor 8 hab ich dann auch noch gerade so gekriegt und war dann gegen viertel nach 8 sehr erschöpft aber mit einer Langenscheidt-Tasche (gabs immer zur vollen Stunde ein begrenztes Kontingent und eine nette Frau schenkte mir ihre, während sich sonst auch dort wieder zeigte das Buchmenschen nicht zwingend rücksichtsvoll sind, sondern wenn es um diese Taschen geht eher gierige Piranhas sind) wieder zuhause nachdem ich also 7 Stunden eigentlich nonstop auf der Messe rumfuhr. Das war auch deutlich merkbar an meiner Muskulatur im Schulter-/Nacken-/Armbereich und an meinen Daumen bildeten sich leichte Schwielen an der Daumeninnenseite (am mittleren Gelenk).

Fazit des Tages
: Bei ARD und ZDF sitzt man nicht in der 1. Reihe, bei der FAZ schon! Und: TAZ hat tollen Kaffee für den ich sogar gezahlt hätte. (die Spendendose hab ich erst am andern Tag entdeckt)

Schade war, dass man eine Ausgabe der „ZEIT“ nur bekam wenn man ein Probeabo abschloss das man selbst kündigen muss, sonst geht es in ein normales Abo über. Andere Zeitungen waren da kundenfreundlicher (und weniger datengierig, denn die Zeit brauchte dann ja Adresse und Kontodaten) und man konnte sich entweder Exemplare einfach so mitnehmen wie u.a. bei der Süddeutschen, der FAZ, der Welt und auch der TAZ. Die TAZ hat darüber hinaus auch nur Probeabos die von selbst auslaufen.
Hättet ihr das auch liebe Zeit dann hättet ihr euch vielleicht nicht wundern müssen das kaum jemand eure Zeitung haben will – als ich dort vorbei fuhr sprachen sie gerade darüber, dass sie ja noch kaum was losgekriegt haben.

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Tauschbillet – eine Alternative?!

Gestern wurde ich auf Tauschbillet aufmerksam, konnte mich aber erst mal darum nicht weiter kümmern weil die Abgabefrist an der Uni auslief und ich ja ein „auf den letzten Drücker“ Typ bin.
Ich hab mich also da angemeldet (wie auch bei div. anderen Alternativen) und muss sagen ich fand schon den ersten Blick auf die Seite unübersichtlich.

Die AGB hab ich auch gelesen, mache ich bei solchen Dingen tatsächlich immer bevor ich mich anmelde. Irritiert hat mich das immer von „Kauf“ die Rede war statt von einem Tausch – aber naja, erst mal stehen dort keine Kosten (nach den Erfahrungen mit Tauschticket muss man erst mal wohl betonen).
Und dann war ich da angemeldet … übersichtlicher wurde die Seite nicht, ganz im Gegenteil, ich wurde noch verwirrter.

Schon die Suche nach der Möglichkeit etwas neu einzustellen brauchte mindestens 10 Klicks bis ich dann einen Button dafür fand – wieder finden würde ich ihn aber wohl nicht ohne erneute Suche.
Die Maske zum Einstellen ist äußerst spartanisch, es muss alles von Hand eingegeben werden und es fehlen mir persönlich sehr viele Informationsfelder. Eingeben darf man nur den „Titel“ und dann gibt es ein Feld das sich „Beschreibung“ nennt – es gibt nicht mal ein Feld für „Autor“, „Zustand“, „Jahreszahl“, „Seitenzahl“, oder „Art des Mediums“ (also ob HC, TB oder Softcover) – eine Kategorie darf man aber auch noch wählen.
Falls es übrigens noch jemand sucht, man findet die Möglichkeit zum einstellen nicht etwa im „persönlichen Bereich“ sondern in dem man sich erst mal alle Tauschinserate anzeigen lässt und dann rechts oben auf „neues Inserat“ klickt.

Man muss in der Maske beim neu einstellen auch eine Anzahl Billets angeben (Billet ist das österr. Wort für Ticket), es steht allerdings nirgendwo (zumindest habe ich es nicht gefunden) wieviele man da überhaupt angeben darf.

Das man bei der Registrierung und auch in den persönlichen Daten keine Adresse angeben muss hätte mich stutzig machen müssen, ehrlich gesagt fiel es mir aber erst nicht so auf das ich darüber nachgedacht hätte (dazu waren evtl. meine Kopfschmerzen auch zu stark).
Im Forum (das sich in unglaublich viele Kategorien gliedert und nicht alle Beiträge am richtigen Ort hat) las ich dann wie denn ein Tauschvorgang (ich nenne das jetzt mal so – nach den AGB müsste ich aber wohl von Kauf reden) ablaufen muss.
1. man fordert etwas an, das bedeutet: man schreibt den jeweiligen per persönlicher Nachricht an und teilt ihm mit das man das jetzt gerne haben möchte
2. der Andere liest das eventuell dann auch ziemlich flott und stellt dann (wenn er nicht schon dutzende andere Anfragen zum selben Artikel hat oder so) den Artikel auf „verkauft“
3. Ich schicke dem Tauschpartner dann meine Adresse – ebenfalls per Nachricht.
4. Ich übertrage dem Tauschpartner meine Billets
5. Der schickt den Artikel los und stellt den Artikel auf „verschickt“
6. man bewertet wohl irgendwann

Das habe ich so aus dem Forum entnommen, ärgerlich ist schon dass es nirgendwo sonst einfach und klar zu finden war, denn nicht jeder der eine Tauschbörse nutzt schreibt/liest auch in einem Forum.

Ausprobiert habe ich das Ganze noch nicht, mir ist nämlich nach dem Lesen des Ablaufs schon die Lust vergangen, einerseits weil es unglaublich umständlich wirkt und andererseits weil mir immer noch nicht klar ist wie einzelne Schritte dann wirklich ablaufen. Beispielhaft würde ich nennen:
– wo stellt man wie auf „verkauft“/“verschickt“?
– wie findet man überhaupt den Artikel wieder wenn es keine persönliche Seite gibt auf der alle stehen?
– wie findet die Billetübertragung überhaupt statt? Wo muss man da hin klicken? Und geht das einfach per Klick auf einen Button oder geht es wieder nur umständlich durch Schreiben irgendeiner Nachricht?

Dann gibt es neben den unklaren Dingen natürlich noch Dinge wo ich mich persönlich frage was das soll:
– warum ein solch umständlicher Tauschvorgang?
– Was passiert wenn der andere nicht verschickt, wie komme ich an meine Billets?
– was macht der Tauschpartner wenn zu einem Artikel dutzende Nachrichten kommen? Er muss dann einem zusagen und allen andern absagen, das gibt sicher Gemecker über Vetternwirtschaft und ist außerdem undurchsichtig und frustrierend für den Anforderer(und die Schreiberei kostet ja auch Zeit) und dann noch die Warterei auf Reaktion …

Man erhält dort momentan für die Anmeldung 2 Billets – meine werden sicherlich vermodern auf dem Konto so lange die Seite so unkomfortabel und undurchsichtig ist, Lust dort überhaupt nach etwas zu suchen und mich anschließend mit dem noch komplizierteren Tauschprozedere zu beschäftigen habe ich nämlich nicht.

Das habe ich auch im Forum geäußert das mir die Seite zu unübersichtlich und der Tauschvorgang zu kompliziert gestaltet ist. Antwort darauf war sinngemäß ich solle doch dankbar sein das jemand so etwas tolles gemacht hat und das sei ja erst der Anfang.

FALSCH: Es gibt genügend Alternativen für alle Sparten die ich auch bei Tauschbillet tauschen kann und die sind alle (selbst mBdB, dessen Aufbau ja eher simpel wirkt) komfortabeler und userfreundlicher als das dort …
Und nein, ich muss auch nicht dankbar sein das jemand eine Forensoftware dazu benutzt eine Datenbank aufzubauen, ich bin ja auch nicht dankbar wenn jemand ein Worddokument in Excel schreibt.
Ich sehe es generell auch nicht als Entschuldigung oder Rechtfertigung an das man sagt „aber es ist ja erst der Anfang“, nein auch Internetseiten müssen sofort überzeugen sonst gehen die Leute wieder.

Schade um die Idee von wem auch immer, aber gut gemeint ist eben nicht auch gleichzeitig gut gemacht.
Ich kann selbst keine Plattform programmieren, auf die aberwitzige Idee das über eine Forensoftware zu machen wäre ich noch nicht einmal im verrücktesten Teil meines Hirns gekommen, denn dass das nicht den Anforderungen entsprechen kann ist von Anfang an klar.
Damit lassen sich vielleicht Leute überzeugen die weniger Ahnung vom Internet allgemein haben, aber meines Erachtens können Leuten die sich auch nur ein bisschen mit den Möglichkeiten im Netz beschäftigt haben so etwas eben nicht gut finden. Aber die die von der Seite dort überzeugt sind und in Begeisterungsstürme ausbrechen die würden das wohl auch wenn man ihnen ein kostenloses Carookeeforum vor die Nase setzt das jeder mit 2 Klicks aktivieren kann…

Die dort genutzte Software ist mW nicht ganz so simpel wie Carookee, wir nutzen sie selbst im Forum des Radios, aber etwas für die bei Tauschbillet benötigten Dinge ist sie eben definitiv nicht.

Sollte die Seite irgendwann mal Usability aufweisen schaue ich sie mir vielleicht noch einmal an, bis dahin bleibe ich eine Karteileiche.

Ich hoffe das war nicht das Ergebnis dieser Umfrage, sonst wäre ich wirklich ein bisschen enttäuscht.

Jedem dem die Seite nicht zu kompliziert ist wünsche ich aber viel Spaß dort beim Tausch von Büchern, Filmen, Musik, Spielen und auch Allmö – um alte Bekannte wieder zu treffen ist die Seite wohl eine Alternative, zum Benutzen meiner Meinung nach jedoch leider nicht.

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Meine unmaßgebliche Meinung zu Tauschticket

Ich habe beschlossen das mal zu bloggen statt es nur in meinem Kopf zu halten 🙂

Ich bin schon sehr lange bei Tauschticket und habe in den letzten 6 Jahren dort sicher 95% meiner gelesenen und ungelesenen Bücher ertauscht und auch wieder vertauscht und ohne diese Seite hätte ich wohl nur sehr wenige neue Bücher als Lesefutter gehabt.
Als ich am Montag dann diese Mail erhielt in der in salbungsvollen Worten stand das Tauschticket dann ab 4. Oktober gerne 0,49€ für jeden Tausch haben möchte den ich bei ihnen abwickele war ich erst einmal nur sprachlos – und dann traurig, denn für mich war sofort klar dass die Konsequenz für mich daraus ist dort nicht mehr tauschen zu können 😦
Über die Aufrechterhaltung meines Büchernachschubes muss ich nun also gesondert nachdenken, denn da gibt es ja verschiedene Möglichkeiten und ich muss sehen was sich dann als die sinnvollste Alternative darstellt.

Nach dem ersten Schock fing ich – wie das so meine Art ist – an alles gründlch zu lesen, auch die Mail die ich vorher nur überflogen hatte und ich ärgerte mich spontan über den folgenden Teil der Mail sehr

Im Gegensatz zu anderen professionellen Anbietern war es uns zumindest möglich, das Angebot sechs Jahre lang kostenfrei zur Verfügung zu stellen. Deshalb hoffen wir, dass Sie uns als User die Treue halten.

die ganze Mail hat so etwas von den alten Durchsagen der Deutschen Bahn „Wir haben x Minuten Verspätung. Vielen Dank für ihr Verständnis“ in denen man einfach davon ausgeht dass der Kunde das Verständnis auch aufbringt.
Und ich finde Argumentationsketten die mit „Im Gegensatz zu Anderen waren wir ja immer kostenlos deshalb können wir jetzt Geld verlangen“ beginnen generell nicht glücklich und tue mir sehr schwer damit eine solche Argumentation zu akzeptieren.

Wenn Tauschticket tatsächlich so sehr am Hungetuch nagt und ihnen das auch noch erst nach 6 Jahren überhaupt auffällt dann finde ich das merkwürdig.
Wenn sich dann der Porscheclub gerade einen neuen Club-Porsche geleistet hat und der Internext Geschäftsführer dort in der Führung sitzt dann bekommt es ein „Geschmäckle“ – auch wenn es mir nicht zusteht über das Hobby des Herrn K. zu urteilen, das Geschmäckle bleibt auch wider dem Wissen das es nicht unbedingt rational ist.
Das müssen Gedanken aber ja auch nicht immer sein.
Natürlich steht einem Geschäftsführer ein Gehalt zu von dem er sich dann auch einen Porsche kaufen kann und natürlich ist es auch Sache von Internext wen sie sponsorn (was ja mit Geld aus den anderen Projekten passieren kann), dennoch fühlt es sich zumindest ein bisschen komisch an.

Ich habe keine Ahnung wieviele Tauschvorgänge es tatsächlich täglich auf Tauschticket gibt, ein Preis von knapp 50 cent/Tausch erscheint mir persönlich aber ziemlich hoch und ich denke selbst wenn ich in der Lage wäre diesen Preis zu zahlen würde ich es nicht tun, einfach schon weil er mir zu hoch scheint.
Für Taschenbücher dürfte die Sache dann so rein rechnerisch ziemlich unrentabel werden, wenn man sie nicht krachneu braucht dann gibt es die ja relativ günstig im Netz zu kaufen und da machen 50 cent + Porto + einen Wert für das zuvor abgegebene Buch das Buch dann schnell teurer als ein „normales“ gebrauchtes. Zudem kommen ja noch die einzusetzenden Tickets hinzu.
Da ich meist für 1 Ticket ge- und vertauscht habe (nur bei Büchern die krachneu waren oder die ich unbedingt sofort haben musste waren mehrere Tickets fällig) ist das Ganze so auch rein rechnerisch für mich unrentabel.

Für mich auch ein absolutes „no“ sind diese Wischiwaschi-Erklärungen, sowohl in der Mail als auch im Forum. Erst nach Tagen wildester Überlegungen und wahrscheinlich hunderten von Mails hat das System einen „erkärenden“ Thread ins Forum gestellt – genauer betrachtet erklärt er aber nicht besonders viel, außer welche Zahlungsmöglichkeiten zukünftig möglich sind.
Die wichtigen Dinge wie z.B. welche Veränderungen wird es sonst noch geben, denn angekündigt ist

Die Umstellung von Tauschticket bringt einige Änderungen mit sich, über die
wir Sie in naher Zukunft informieren werden.

Oder wie soll diese Tauschgarantie aussehen die man zukünftig geben soll? Bedeutet dass das nur noch versicherter Versand zulässig ist? Oder hat man sich ein ähnlich merkwürdiges System überlegt wie das mit der bisherigen Erstattungquote? (die vom System nie näher definiert wurde aber sich an der Verlustquote der Post orientieren soll)
Wie soll der verstärkte Support aussehen? Findet der dann auch im Forum statt oder müssen die Hilfe dort immer noch die Forenmitglieder unentgeltlich leisten?

Vor dem Hintergrund solcher unklaren Ankündigungen ist es in meinen Augen überhaupt nicht verwunderlich, dass viele User panikartig ihre Accounts löschen und zur nächstbesten Alternative flüchten die sie finden, egal ob die für sie wirklich 100% tauglich ist.

Ebenfalls bedenklich finde ich – und das geht mir persönlich im Forum zur Zeit etwas zu sehr unter (oder es interessiert die Leute vielleicht wirklich nicht) – die Tatsache das in den neuen Datenschutzrichtlinien festgelegt ist das zukünftig jeweils beide Tauschpartner die jeweils andere Adresse erhalten.
Für mich ist auch das eine Praxis die ich nicht unterstützen kann und möchte, denn meine Adresse geht jemanden der etwas bei mir anfordert nichts an – er braucht sie schlicht und einfach nicht und ich habe überhaupt keinen Einfluss darauf wer sie auf diese Art und Weise erhält.

Und dann ist da natürlich auch noch das Thema das, neben der Höhe der Gebühr, wohl gerade die Gemüter am Meisten erhitzt – die Löschung/Sperrung von Usern.
Tja … was soll ich dazu sagen?! Es erstaunt mich absolut nicht wie da von Seiten des Systems gehandelt wird – das habe ich nämlich schon einmal erlebt und auch damals gab es einen Aufschrei und Abwanderungen, das die Tauschbörse daran nicht kaputtging haben wir ja erlebt. (auch wenn die Situation dieses Mal durch die Tatsache das es um Geld geht eine andere sein wird)
Nunja, einen Link zu Alternativbörsen ins Forum zu setzen kann man eigentlich schon nicht mehr mutig sondern eher verrückt nennen denke ich, es ist immerhin klar geregelt das so etwas nicht erwünscht ist und man kann es ja auch noch nachvollziehen.
Problematischer sehe ich da ebenfalls die Tatsache das Leute auf Grund von PN gesperrt werden – und das wo PN doch PRIVATE Nachricht heißt und der zu lasche Umgang damit in der Vergangenheit schon zu Sperrungen führte – allerdings erscheint es mir da noch etwas unklar ob die Sperrungen tatsächlich auf Grund der Inhalte passierten oder aber weil ein Massenversand von PN festgestellt wurde und dann die User aus Spamschutzgründen erst mal automatisch geblockt werden.
So mancher wurde in der Zwischenzeit wieder freigeschaltet und kann immerhin seine Tickets noch nutzen – wie gnädig…
Absolut daneben finde ich allerdings dass die Sperrungen gleich totale Sperren sind und den Usern damit ihre ehrlich erwirtschafteten Tickets flöten gehen, auf Grund von Spamverdacht jemandem die Einlösung dieser zu verwehren empfinde ich dann doch als äußerst unverhältnismäßig.
Solllten PN tatsächlich gelesen werden dann möchte ich darüber gar kein weiteres Wort mehr verlieren, denn dass es inakzeptabel ist steht für mich völlig außer Frage.
Auch wenn die PN nicht gelesen werden so bleibt auch hier ein „Geschmäckle“ zurück.

Der Umgang den TT da gerade mit seinen Nutzern pflegt empfinde ich nicht als kundenfreundlich und man kann wohl nur hoffen, dass sich das ab dem 4. auch tatsächlich bessert, denn dann soll ja alles besser und schöner und toller werden… darauf verlassen würde ich mich nicht.

Ich bin gespannt ob ich meine Tickets tatsächlich in meinem Tempo ausgeben darf oder ob da dann über die Hintertür eine Frist eingeführt wird wenn die Umwandlung in „Zahltickets“ nicht schnell genug von statten geht.

Schade das Tauschticket nicht das enorme Potential der Community genutzt hat um die Tauschbörse finanziell zu unterstützen, da wäre sicherlich einiges möglich gewesen und einige User bereit gewesen für das was ihnen lieb und teuer ist freiwillig zu spenden oder solche Aktionen wie die Hilfe für Afrika zu starten (denn dafür kommt ja auch immer Geld zusammen und da sind ja viele kreative Köpfe unterwegs).
Auch eine Umfrage unter den Usern hätte sicher einen großen Unterschied bei den Reaktionen gemacht, weil es sich – selbst wenn man danach die Gebühr eingeführt hätte – so angefühlt hätte als wäre man ernstgenommen worden. Ich denke der Aufschrei wäre zwar erfolgt aber er wäre nicht in diesem Maße ausgefallen.

Und natürlich stellt sich in Zeiten von Facebook, StudiVZ und anderen kostenlosen und großen Communities die Frage warum es gerade bei Tauschticket nicht möglich ist diese einzigartige Seite kostenlos zu halten.

Schade um diese tolle Seite, viel Spaß mit dem Porsche lieber Porsche-Club (egal von welchem Geld er finanziert ist) und viel Spaß dem kommenden Support mit seiner Arbeit :/

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